Intelligente Wearables zur Früherkennung von Herzkrankheiten
Ein neues KI-gestütztes Sensorsystem des Fraunhofer IZM zielt darauf ab, Frühwarnzeichen von Herzerkrankungen mithilfe tragbarer Geräte genauer zu erkennen.

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrorintegration IZM haben ein intelligentes Sensorsystem entwickelt, das Frühwarnzeichen von Herzerkrankungen mithilfe tragbarer Geräte genauer erkennen soll. Das System nutzt künstliche Intelligenz (KI) und ist in zwei Arten von Wearables integriert: eine Textilweste und biokompatible Sensorpflaster. Herzerkrankungen sind weltweit eine bedeutende Todesursache. Frühe Symptome wie Müdigkeit oder Kurzatmigkeit sind oft unspezifisch, was dazu führen kann, dass Betroffene die ärztliche Behandlung hinauszögern. Aktuelle Methoden zur umfassenden Herzüberwachung sind oft zeitaufwändig und umständlich. Dieses neue System misst drahtlos und in Echtzeit zahlreiche kardiale und zirkulatorische Parameter. Dazu gehören Körpertemperatur, Atemfrequenz, Herz- und Lungengeräusche, Blutdruck, Sauerstoffsättigung und wichtige Indikatoren der Herzfunktion. Es bezieht auch subjektive Patientendaten und frühere Krankengeschichten mit ein. Die gesammelten Daten werden durch künstliche Intelligenz verarbeitet, die frühe Krankheitssignale identifiziert und Behandlungsempfehlungen ausspricht. Die Forscher erwarten, dass dieses System die diagnostische Präzision verbessert und eine rechtzeitige medizinische Intervention ermöglicht. Klinische Studien mit den Geräten sind geplant.