Smartphone-Auslieferungen auf niedrigstem Q2-Stand seit 2013 wegen Speicherknappheit
Die globalen Smartphone-Auslieferungen sanken im letzten Quartal um 11 Prozent und erreichten damit den niedrigsten Stand im zweiten Quartal seit 2013, so ein neuer Bericht.

Die globalen Smartphone-Auslieferungen verzeichneten im letzten Quartal einen Rückgang von 11 Prozent und erreichten damit den niedrigsten Stand im zweiten Quartal seit 2013. Analysten führen diesen erheblichen Einbruch auf eine kritische Knappheit bei Speicherkomponenten, insbesondere DRAM- und NAND-Chips, zurück.
Die Verknappung dieser essenziellen Komponenten wird größtenteils dadurch verursacht, dass Hersteller die Produktion für den boomenden KI-Computing-Sektor priorisieren. Diese strategische Verschiebung lenkt Ressourcen von der Unterhaltungselektronik ab, was zu höheren Kosten für Komponenten führt, die in Smartphones und PCs verwendet werden. Mit steigenden Speicherpreisen hat die Nachfrage der Verbraucher nach neuen Smartphones dementsprechend nachgelassen.
Die Auswirkungen steigender Speicherkosten treffen den Markt für Budget-Smartphones unverhältnismäßig stark. Forschungen deuten darauf hin, dass bei Geräten, die 500 US-Dollar oder weniger kosten, der Speicher mittlerweile bis zur Hälfte der gesamten Herstellungskosten ausmachen kann. Diese günstigeren Geräte haben im Vergleich zu Flaggschiffmodellen deutlichere und schnellere Preiserhöhungen erfahren.
Während auch High-End-Smartphones mit steigenden Speicherkosten konfrontiert sind, die nun mehr als ein Viertel ihrer Produktionskosten ausmachen, bieten diese Premium-Geräte den Herstellern weiterhin höhere Gewinnmargen. Diese Dynamik deutet trotz einer breiteren Marktkontraktion auf einen anhaltenden Fokus auf das Premium-Segment hin.