Schlangenroboter im Einsatz bei Erdbebenrettung in Venezuela
Roboter in Schlangenform mit Kameras wurden eingesetzt, um nach Überlebenden in eingestürzten Gebäuden nach Doppel-Erdbeben in Venezuela zu suchen.

Schlangenartige Roboter wurden eingesetzt, um nach Überlebenden in den Trümmern von Gebäuden zu suchen, die durch zwei Erdbeben am 24. Juni in Venezuela eingestürzt waren. Die Katastrophe forderte über 5.000 Todesopfer und hinterließ mehr als 16.700 Verletzte.
Diese Roboter boten den internationalen Such- und Rettungsteams einen technologischen Vorteil, indem sie enge Räume im Schutt durchdringen konnten, die mit herkömmlichen Methoden nicht erreichbar waren. Ausgestattet mit Videokameras konnten die Schlangenroboter die visuelle Reichweite der Rettungskräfte sicher in gefährliche Bereiche erweitern.
Howie Choset, Leiter des Biorobotics Lab an der Carnegie Mellon University, erklärte, dass die Fähigkeit der Schlangenroboter, dicht gepackte Volumina zu erreichen, die für Maschinen und Menschen unzugänglich sind, für Such- und Rettungseinsätze entscheidend ist. Er verglich ihre Funktion mit der Durchführung minimalinvasiver Chirurgie an einer Struktur.
Der Einsatz solcher spezialisierter Robotertechnologie unterstreicht die sich entwickelnden Methoden bei der Katastrophenhilfe, die traditionelle Techniken wie Suchhunde und akustische Ortungsgeräte ergänzen.