Fußballverbände kritisieren FIFA-Präsidenten Infantino in offenem Brief
UEFA, CONCACAF und AFC haben einen offenen Brief veröffentlicht, in dem sie FIFA-Präsident Gianni Infantinos Plan kritisieren, Anteile an der Weltmeisterschaft zu verkaufen.

FIFA, der Weltfußballverband, sieht sich mit Kritik von regionalen Konföderationen konfrontiert. UEFA, CONCACAF und AFC haben einen offenen Brief veröffentlicht, in dem sie die Absicht von FIFA-Präsident Gianni Infantino verurteilen, Anteile an den Einnahmen der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen.
In dem Schreiben bezeichnen die Verbände den Plan als "grundlegenden Vertrauensbruch" und erklären, dass ein Vertrauensbruch durch Täuschung und die Überordnung eines Einzelnen über das Kollektiv eine Pflichtverletzung darstelle. Die Konföderationen betonen, dass der Fußball allen Spielern, Fans und Mitgliedsverbänden gehört und nicht einzelnen Personen oder Institutionen.
Die Kritik entzündete sich an Infantinos gescheiterter Initiative, Teile der Weltmeisterschaft an Private-Equity-Firmen zu verkaufen. In dem Brief heißt es, dass solche Handlungen nicht den erwarteten Führungsstandards für den Sport entsprechen. Der norwegische Fußballverband hat Infantinos Rücktritt gefordert, und der englische Fußballverband hat seine Unterstützung für seine Wiederwahl zurückgezogen.
FIFA hat sich verteidigt und das Vorgehen der Verbände als "konzertierte und andauernde Anstrengung" bezeichnet, Infantinos Führung zu untergraben. Die Organisation gab auch bekannt, sich für Fehler im Zusammenhang mit dem gescheiterten Plan entschuldigt zu haben, die Verbände betrachten es jedoch eher als Versagen des Urteilsvermögens denn als bloßes Kommunikationsproblem. Die UEFA hatte zuvor mit einem Boykott von FIFA-Wettbewerben gedroht, obwohl der Plan bereits aufgegeben wurde.