Natriumhydrogencarbonat-Mineralwasser senkt postprandiale Lipämie bei postmenopausalen Frauen
Eine Studie aus dem Jahr 2005 legt nahe, dass natriumhydrogencarbonatreiches Mineralwasser den postprandialen Lipidstoffwechsel bei postmenopausalen Frauen im Vergleich zu einem Wasser mit niedrigem Mineralgehalt verbessern kann.

Eine im Jahr 2005 veröffentlichte Studie deutet darauf hin, dass der Konsum von natriumhydrogencarbonatreichem Mineralwasser die Blutfettwerte nach der Mahlzeit (postprandiale Lipämie) bei postmenopausalen Frauen senken kann.
Die in der Fachzeitschrift British Journal of Nutrition publizierte Untersuchung wurde mit 18 gesunden postmenopausalen Frauen als dreinarrmige, randomisierte Crossover-Studie durchgeführt. Die Teilnehmerinnen tranken zwei verschiedene Sorten von natriumhydrogencarbonatreichem Mineralwasser (Testwasser 1 und 2) zu einer standardisierten fettreichen Mahlzeit, verglichen mit einem Mineralwasser mit niedrigem Mineralgehalt. Testwasser 1 enthielt 2094,4 mg/l Hydrogencarbonat und 1116,6 mg/l Natrium, Testwasser 2 enthielt 2013 mg/l Hydrogencarbonat und 948 mg/l Natrium.
Die Ergebnisse zeigten eine signifikante Reduktion der Triglyceridkonzentrationen im Blut nach der Einnahme beider Testwässer im Vergleich zum Wasser mit niedrigem Mineralgehalt. Dieser Effekt war insbesondere bei Testwasser 2 statistisch bedeutsam (p = 0,025). Auch die Konzentration von Kylomikron-Triglyceriden war unter Testwasser eine im Zeitverlauf geringer (p = 0,027). Bei den Cholesterinwerten wurden keine signifikanten Unterschiede festgestellt.
Laut den Autoren kann natriumhydrogencarbonatreiches Mineralwasser somit die postprandiale Lipämie bei gesunden postmenopausalen Frauen im Vergleich zu einem mineralstoffarmen Wasser verbessern. Obgleich EU-Vorschriften den Fluoridgehalt in Mineralwässern derzeit auf 5 mg/l begrenzen, hebt die Studie potenzielle Vorteile von Hydrogencarbonat für den Lipidstoffwechsel hervor. Die Studie wurde ursprünglich 2005 veröffentlicht.