Natriumhydrogencarbonat-reiches Mineralwasser reduziert Gallentleerung und postprandiale Lipämie
Eine randomisierte Studie zeigte, dass ein natriumhydrogencarbonatreiches Mineralwasser die postprandialen Triglyceridwerte senken kann, wenn es zu einer fettreichen Mahlzeit konsumiert wird.

Eine randomisierte, kontrollierte Crossover-Studie, veröffentlicht im European Journal of Nutrition im September 2011, untersuchte die Auswirkungen eines natriumhydrogencarbonatreichen Mineralwassers auf die Verdauung. Die Forschung zielte darauf ab, festzustellen, wie dieses mineralreiche Wasser die Gallenblasenfunktion und den Lipidstoffwechsel nach einer Mahlzeit beeinflusst.
An der Studie nahmen 21 gesunde Freiwillige im Alter von 18 bis 40 Jahren teil. Die Teilnehmer tranken in zufälliger Reihenfolge entweder ein mineralarmes Wasser oder ein Mineralwasser mit hohem Gehalt an Natriumhydrogencarbonat und Natrium. Das Wasser wurde entweder pur oder zusammen mit einer fettreichen Mahlzeit eingenommen. Die Forscher überwachten Blutzucker-, Insulin-, Triglyceridspiegel sowie das Cholezystokinin-Hormon und maßen das Gallenblasenvolumen mittels Ultraschall für 120 Minuten nach jedem Test.
Die Ergebnisse zeigten, dass der alleinige Konsum des Testwassers im Vergleich zu mineralarmem Wasser keine signifikanten Auswirkungen auf die untersuchten Parameter hatte. Wurde das mineralreiche Wasser jedoch zu einer fettreichen Mahlzeit getrunken, wurden 30 und 60 Minuten nach der Mahlzeit signifikant niedrigere Triglyceridwerte im Blut festgestellt. Auch die Cholezystokinin-Werte waren kurz nach der Mahlzeit niedriger, was zu einem größeren Gallenblasenvolumen und damit zu einer reduzierten Gallenausschüttung führte.
Laut den Autoren könnte die regelmäßige Aufnahme von natriumhydrogencarbonatreichem Wasser zu fettreichen Mahlzeiten potenzielle kardiovaskuläre Risiken durch Senkung der Triglyceridspiegel im Blut verringern. Die Studie liefert neue Erkenntnisse über die möglichen physiologischen Effekte spezifischer Mineralwassertypen.