Software verbessert Abbildung von Exoplaneten durch James-Webb-Teleskop
Wissenschaftler haben eine neue Software entwickelt, die durch eine optimierte physikalische Modellierung des Teleskops Bildstörungen bei Exoplanetenaufnahmen reduziert.

Ein Forschungsteam hat ein neues Softwarepaket vorgestellt, das die Bildqualität des James-Webb-Weltraumteleskops bei der Beobachtung von Exoplaneten erhöht. Die Technologie zielt darauf ab, das Rauschen in den Aufnahmen zu verringern, das durch die enorme Helligkeit der umgebenden Sterne entsteht.
Bisherige Ansätze wie der Einsatz von Koronagraphen zur Ausblendung des Sternenlichts stießen an Grenzen, da leichte Schwankungen in der Ausrichtung und Konfiguration des Teleskops das Ergebnis beeinträchtigten. Die neue Software optimiert das physikalische Modell des Geräts, um diese Diskrepanzen präziser zu kompensieren.
Der technologische Fortschritt liegt in der mathematischen Korrektur der sogenannten Punktbildfunktion. Da Hardware-Imperfektionen und unvermeidbare Ausrichtungsungenauigkeiten zu einer Unschärfe bei der Lichtabbildung führen, berechnet die Software diese Verzerrungen neu. Dies ermöglicht schärfere Bilder, die für die Untersuchung der Zusammensetzung von Planetenatmosphären entscheidend sind.