Lied auf Papier in acht QR-Codes komprimiert
Ein Erfinder komprimierte einen 2,9 MB MP3-Song auf 21 KB und speicherte ihn auf Papier in acht QR-Codes, Wiedergabe erfordert KI-Decoder.

Ein Kreativer namens Makestreme hat eine neuartige Methode zur Speicherung digitaler Musik in physischer Form entwickelt. Die Technik komprimiert ein etwa 2-minütiges MP3-Lied von 2,9 MB auf nur 21 KB. Diese stark komprimierten Daten wurden dann in acht QR-Codes aufgeteilt und auf Papier gedruckt.
Diese Methode basiert nicht auf herkömmlicher MP3-Kompression. Stattdessen wird Metas EnCodec, ein neuronales Audio-Codec, verwendet, das Audiosignale in diskrete, kodierte Tokens umwandelt. Makestreme nutzte den 3-kbit/s-Modus von EnCodec und erreichte eine Größenreduktion von über 99,9 Prozent.
Zur Wiedergabe der Musik von Papier ist Metas EnCodec-Decoder erforderlich, um die Tokens zurück in hörbaren Ton umzuwandeln. Tests zeigten, dass die Audioqualität bei 3 kbit/s noch akzeptabel war, während eine Reduzierung auf 1,5 kbit/s zu einer spürbaren Verschlechterung der Qualität führte.
Jeder QR-Code kann etwa 3,3 KB Daten speichern. Daher waren für 21 KB Daten acht Codes erforderlich, die auf beiden Seiten eines Blattes Papier gedruckt wurden. Eine wesentliche Einschränkung ist die geringe Fehlerkorrekturfähigkeit; Beschädigung auch nur eines QR-Codes kann die Wiederherstellung des gesamten Liedes verhindern.
Obwohl die Methode einen einzigartigen Ansatz zur langfristigen physischen Datenspeicherung bietet, sind die Abhängigkeit von einem spezifischen KI-Decoder für die Wiedergabe und das Potenzial für Datenverlust durch Beschädigung der QR-Codes bemerkenswerte Nachteile. Dieses Experiment untersucht die physische Datenspeicherung, ähnlich früheren Technologien wie dem Softstrip-System der 1980er Jahre.