Sony erließ strenge Social-Media-Regeln vor Aus für physische Spieldiscs
Ein ehemaliger Mitarbeiter enthüllte, dass Sony strenge Richtlinien für soziale Medien erließ, bevor die Produktion physischer Spieldiscs ab 2028 eingestellt wird.

Sony Interactive Entertainment (SIE) hat seine Mitarbeiter im Vorfeld der Ankündigung, die Produktion physischer Blu-ray-Spieldiscs für PlayStation-Plattformen ab Januar 2028 einzustellen, mit äußerst restriktiven Social-Media-Richtlinien versehen. Dies teilte Alanah Pearce, eine ehemalige Mitarbeiterin des Santa Monica Studios, mit.
Das Unternehmen nannte als Grund für die Umstellung veränderte Konsumgewohnheiten und den generellen Trend der Unterhaltungsindustrie hin zu digitalen Inhalten. Die Entscheidung löste erhebliche Gegenreaktionen in der Gaming-Community aus, wobei offizielle Ankündigungen in sozialen Medien auf breite Kritik und negative Kommentare stießen.
Pearce, die zuvor als IGN-Journalistin tätig war und an Titeln wie "God of War Ragnarök" mitwirkte, erklärte in einem YouTube-Video, dass die Mitarbeiter über die beispiellos strengen Kommunikationsprotokolle informiert wurden. Sie deutete an, dass Sony solche Maßnahmen nur ergreife, wenn ein größeres PR-Problem absehbar sei, was auf eine vorhergesehene negative Reaktion hindeute.
Der Wandel in der Branche schreitet voran. Berichten zufolge wandelt Sony auch eine Produktionsstätte für Discs in Österreich um, um Komponenten für KI-Rechenzentren herzustellen, was auf eine breitere Strategie zur Reduzierung der physischen Produktion hindeuten könnte.
Marktdaten deuten auf einen Rückgang der Verkäufe physischer Spiele in den USA hin, obwohl bestimmte demografische Gruppen, wie z. B. Spieler unter 25 Jahren, weiterhin physische Discs erwerben. Der britische Markt stellt beispielsweise immer noch einen erheblichen Wert für den Verkauf physischer Spiele dar.