Sony PlayStation-Fabrik stellt auf Mikro-Linsen um und reduziert Produktion
Sonys CD-Fabrik in Tals, Österreich, wird ihre Produktion bis 2028 um 90 % reduzieren und auf die Herstellung optischer Mikro-Linsen umstellen. Das Unternehmen wird seine 300 Mitarbeiter umschulen.

Sonys Produktionsstätte für optische Datenträger in Tals, Österreich, wird ihre Fertigung von PlayStation-Discs bis zum Jahr 2028 drastisch reduzieren und stattdessen auf die Herstellung von optischen Mikro-Linsen umstellen. Laut Dietmar Tanzer, Präsident des Disc-Manufacturing-Geschäfts von Sony, wird die Produktion auf etwa 10 % der derzeitigen Tagesproduktion von 600.000 Discs sinken.
Die rund 300 Mitarbeiter des Werks in Tals werden für den neuen Produktionsprozess umgeschult. Dieser Wandel ist nicht über Nacht geplant; Aufnahmen hinter den Kulissen aus dem Jahr 2024 zeigten bereits, dass die Fabrik mit der Herstellung von Mikro-Linsen beschäftigt war. Sony plant eine Investition von rund 30 Millionen US-Dollar für den Aufbau der Mikro-Linsen-Produktionslinie, die bereits im nächsten Jahr in die Massenproduktion gehen soll.
Das Werk in Tals ist die einzige hundertprozentige Disc-Produktionsbasis von Sony. Zuvor betrieb Sony Produktionsstätten in den USA, diese wurden jedoch inzwischen geschlossen oder umfunktioniert. Eine ehemalige Fabrik in Indiana, die ursprünglich Discs herstellte, montiert nun Komponenten wie Scheinwerfer für Automobilhersteller.
Diese strategische Neuausrichtung spiegelt breitere Trends in der Spielebranche wider, die weg von physischen Medien hin zur digitalen Distribution tendieren. Sony hat bereits angekündigt, dass ab 2028 keine neuen Spiele für PlayStation-Konsolen mehr auf physischen Discs veröffentlicht werden.