Sony verklagt KI-Musikgenerator Udio wegen Urheberrechtsverletzung
Sony Music Entertainment hat eine weitere Klage gegen die KI-Musikgenerator-Plattform Udio eingereicht. Sony wirft Udio vor, das Urheberrecht von über 30.000 seiner Songs zu verletzen.

Sony Music Entertainment hat eine weitere Klage gegen die KI-Musikgenerator-Plattform Udio eingereicht und wirft dem Dienst vor, das Urheberrecht von mehr als 30.000 seiner Songs zu verletzen. Die Liste der angeblich beeinträchtigten Werke umfasst Titel wie "Hound Dog" von Elvis Presley, "Say My Name" von Beyoncé und "As It Was" von Harry Styles.
Die bei einem New Yorker Gericht eingereichte Klage besagt, dass diese Sammlung "nur einen kleinen Teil der Werke der Kläger darstellt, die Udio verletzt hat". Dieser Rechtsstreit folgt auf eine frühere Klage, die Sony zusammen mit Universal Music Group und Warner Records im Jahr 2024 gegen Udio und den KI-Musik-Ersteller Suno eingereicht hatte.
Nachdem Sony durch rechtliche Offenlegung Zugang zu Udios Trainingsdaten erhalten hatte, behauptet das Unternehmen, dass das KI-Modell ohne Genehmigung auf Aufnahmen trainiert wurde, die Sony Music gehören. Sony wirft vor, dass Udio daraufhin Musik generieren konnte, die Teile von Sonys urheberrechtlich geschützten Songs nachahmt oder enthält, ohne ordnungsgemäße Lizenzen.
Der Fall ist Teil einer breiteren Branchen diskussion über den Einsatz von KI in kreativen Bereichen und den Schutz geistiger Eigentumsrechte im digitalen Zeitalter. Große Musiklabels und Künstler sind zunehmend besorgt darüber, wie KI-Technologien Urheberrechte verletzen und die wirtschaftliche Struktur der Musikindustrie beeinflussen könnten.
Dieser Rechtsstreit wird voraussichtlich dazu beitragen, die rechtlichen Grenzen und Standards für das Training von KI-Modellen auf urheberrechtlich geschütztem Material, insbesondere im Musiksektor, zu klären. Das Ergebnis könnte erhebliche Auswirkungen auf die zukünftige Entwicklung und Anwendung von KI-Technologien haben.