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Wissenschaft

Sophie Scholl und Hans Leipelt: Gedenken an den Widerstand der Weißen Rose

Die Ludwig-Maximilians-Universität München gedenkt Sophie Scholl und Hans Leipelt zum 100. Geburtstag. Ihr Widerstand in der Weißen Rose und ihr moralischer Mut sind bis heute relevant.

21. Juli 2026
Sophie Scholl und Hans Leipelt: Gedenken an den Widerstand der Weißen Rose

Die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) gedenkt in diesem Jahr zweier Widerstandskämpfer, Sophie Scholl und Hans Leipelt, die ihren 100. Geburtstag gefeiert hätten. Ihr Widerstand gegen das NS-Regime als Teil der Weißen Rose und ihre Hinrichtungen sind bis heute von großer symbolischer Bedeutung.

Sophie Scholl und Hans Leipelt waren zentrale Figuren der studentischen Widerstandsgruppe Weiße Rose, die sich dem nationalsozialistischen Regime widersetzte. Die Aktivitäten der Gruppe gipfelten in der Verbreitung von Flugblättern. Beide wurden verhaftet und von einem Unrechtsstaat hingerichtet. Ihr moralischer Mut und ihr Widerstand gegen die Nazi-Tyrannei werden heute noch durch Gedenkstätten auf dem LMU-Campus gewürdigt.

Ein gepflastertes Denkmal vor dem Hauptgebäude der LMU und eine weiße Rose im Atrium der Universität symbolisieren das Erbe der Weißen Rose. Dr. Hildegard Kronawitter von der Weiße Rose Stiftung betont, wie der Mut und die klare Haltung von Scholl und Leipelt bis heute einen tiefen Eindruck hinterlassen. Ihre Leben und ihr Widerstand wurden ausführlich in Büchern und Filmen dokumentiert und ihre Geschichte wird in Schulen gelehrt.

Das Bild von Sophie Scholl wurde jedoch auch für politische Zwecke missbraucht, was Empörung auslöste. Professor Markus Gloe von der LMU stellt fest, dass junge Menschen nach Werten und moralischen Vorbildern suchen. Laut Gloe ist Scholl ein Beispiel für den moralischen Mut, der zur Förderung des kritischen Denkens an Universitäten und Schulen erforderlich ist.

Hans Leipelt, der die Arbeit der Weißen Rose nach den Hinrichtungen von Sophie und Hans Scholl sowie Christoph Probst fortsetzte, ist nicht so weithin bekannt. Leipelt, ursprünglich ein Soldat, der wegen seiner jüdischen Mutter entlassen wurde, fand im Widerstand eine Aufgabe und setzte dessen Bemühungen fort. Seine Geschichte beleuchtet die Kontinuität des Widerstands und die individuellen Reaktionen auf Ungerechtigkeit.

Originalquelle: lmu.de