Aktive Ausnutzung der Sicherheitslücke in Sophos Web Appliance
Trotz des offiziellen Produktendes wird die kritische Befehlsinjektionslücke CVE-2023-1671 in Sophos-Geräten weiterhin aktiv ausgenutzt.
Die US-Cybersicherheitsbehörde CISA hat die Schwachstelle CVE-2023-1671 in Sophos Web Appliances offiziell in ihren Katalog aktiv ausgenutzter Sicherheitslücken aufgenommen. Die als kritisch eingestufte Schwachstelle mit einem CVSS-Wert von 9,8 ermöglicht es Angreifern, ohne Authentifizierung Befehle auszuführen.
Die Sicherheitslücke basiert auf einem Fehler bei der Verarbeitung von HTTP-POST-Anfragen durch die "warn-proceed"-Komponente der Appliance. Durch manipulierte Eingaben können Angreifer das System dazu bringen, bösartige Befehle auszuführen. Betroffen sind alle Versionen der Web Appliance vor der Version 4.3.10.4.
Da der Support für die Sophos Web Appliance am 20. Juli 2023 eingestellt wurde, besteht für verbleibende Installationen ein dauerhaftes Sicherheitsrisiko. Picus Security warnt davor, dass die fehlende Wartung dieser Systeme es Angreifern leicht macht, die Schwachstelle auszunutzen. Organisationen werden dringend dazu aufgerufen, die Geräte vom öffentlichen Internet zu isolieren oder den Betrieb komplett einzustellen.