Südkoreanischer Chiphersteller SK Hynix geht an die US-Börse Nasdaq
Der südkoreanische Speicherchiphersteller SK Hynix feiert seinen Börsenstart an der US-amerikanischen Nasdaq. Das Unternehmen erweitert seine Präsenz in den USA, unter anderem mit einer neuen 4-Milliarden-Dollar-Fabrik in Indiana.

Das südkoreanische Technologieunternehmen SK Hynix wird am Freitag den Handel an der Nasdaq-Börse aufnehmen. Dieser Schritt erfolgt im Einklang mit den umfangreichen Expansionsplänen des Unternehmens in den USA. Die Aktie des Unternehmens hat sich im vergangenen Jahr mehr als ver tujuhfacht, was seine Marktkapitalisierung auf rund 1 Billion US-Dollar ansteigen ließ.
SK Hynix zählt zu den weltweit drei größten Herstellern von Computerspeicherchips, die in Geräten von Unternehmen wie Apple und Dell zum Einsatz kommen. Die stark gestiegene Nachfrage nach künstlicher Intelligenz (KI) hat in den letzten Jahren den Halbleitermarkt dramatisch verändert, was zu erheblichen Chipengpässen und Rekordpreisen geführt hat.
Das Unternehmen hat sich insbesondere als führender Anbieter von High-Bandwidth Memory (HBM) etabliert, einer Schlüsselkomponente für KI-Chips. Analysten prognostizieren, dass SK Hynix in diesem Jahr über die Hälfte des Marktes kontrollieren wird. Nvidia, der größte Abnehmer von HBM, hat eine mehrjährige Partnerschaft mit SK Hynix geschlossen, die bei einem Besuch von Nvidia-CEO Jensen Huang in Seoul im Juni bestätigt wurde.
SK Hynix beabsichtigt, durch die Ausgabe amerikanischer Einlagenzertifikate (ADRs) rund 29 Milliarden US-Dollar einzunehmen, um neue Fabriken und Ausrüstungen zu finanzieren. Ein Teil dieser Expansion findet in den USA statt, wo das Unternehmen in West Lafayette, Indiana, seine erste Produktionsanlage errichtet. Die 4 Milliarden Dollar teure Fabrik, deren Fertigstellung für 2028 geplant ist, wird sich auf die fortschrittliche Packaging-Technologie konzentrieren, die für die Herstellung von HBM-Chips unerlässlich ist.