Südkoreanisches Gericht setzt FTC-Geldstrafe gegen E-Commerce-Riesen Coupang aus
Ein Gericht in Seoul hat eine hohe Geldstrafe der südkoreanischen Kartellbehörde (FTC) gegen das E-Commerce-Unternehmen Coupang vorläufig ausgesetzt, bis eine vollständige Prüfung des Falls erfolgt ist.

Das Verwaltungsgericht Seoul hat Coupang eine vorläufige Aussetzung gewährt und damit die Vollstreckung einer Geldstrafe in Höhe von 2,8 Milliarden Won (rund 2 Millionen US-Dollar) vorübergehend gestoppt. Die Kartellbehörde (FTC) hatte gegen den E-Commerce-Riesen eine Strafe verhängt, die irreführende Werbung im Zusammenhang mit seinem Raketenlieferservice beanstandete.
Die ursprüngliche Entscheidung der FTC vom Dezember beschuldigte Coupang, Verbraucher irrezugeführt zu haben, indem es seine eigenen Markenprodukte nicht klar von Produkten Dritter auf seiner Plattform unterschied. Dieses angebliche Vorgehen wurde als ungerechte Bevorzugung von Coupangs Eigenmarken angesehen.
Coupang hat durchweg jegliches Fehlverhalten bestritten und erklärt, dass seine Werbepraktiken dem Industriestandard entsprechen und die Vorschriften einhalten. Das Unternehmen erklärte, dass die Entscheidung des Gerichts, die Geldstrafe auszusetzen, eine gründliche Prüfung der Vorwürfe der FTC ermögliche.
Dieser Rechtsstreit kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für Coupang, das seine Dienstleistungen erweitert und verstärkter behördlicher Überprüfung ausgesetzt ist. Die endgültige Entscheidung des Gerichts über die Aussetzung und die zugrunde liegenden Vorwürfe der FTC werden erhebliche Auswirkungen auf Coupangs Geschäftsbetrieb und Werbestrategien in Südkorea haben.