Raimpiegel könnten Astronomie stören und Risiken bergen
Weltraumspiegelprojekte zielen darauf ab, Sonnenlicht zur Energiegewinnung und Beleuchtung rund um die Uhr auf die Erde zu reflektieren. Reflect Orbital plant eine Test-Satelliten, doch Astronomen warnen vor Störungen.

Die Idee, große Spiegel im Orbit zu nutzen, um Sonnenlicht zur kontinuierlichen Stromerzeugung oder Beleuchtung auf die Erde zu reflektieren, wird seit über einem Jahrhundert verfolgt. Russland experimentierte in den 1990er Jahren mit dem Znamya-Projekt.
Nun versucht das kalifornische Unternehmen Reflect Orbital, dieses Konzept wiederzubeleben. Das Unternehmen plant den Start eines Test-Satelliten namens Eärendil-1, der als Vorläufer für eine potenzielle Flotte von bis zu 50.000 Weltraumspiegeln dienen soll.
Dieser Plan hat bei Astronomen Bedenken hervorgerufen. Sie befürchten, dass große Spiegel im Orbit astronomische Beobachtungen durch Blendung stören könnten. Darüber hinaus wurden Fragen bezüglich potenzieller Risiken für die Erdoberfläche und die menschliche Gesundheit aufgeworfen, falls die Spiegel Fehlfunktionen aufweisen.