Startup-Finanzierung in Spanien und Argentinien liegt hinter globalen Spitzenreitern
Trotz Fußballerfolgen erhalten Startup-Sektoren in Spanien und Argentinien weniger Risikokapital als führende Zentren. Beide Länder zeigen jedoch vielversprechende Wachstumsperspektiven.

Die Risikokapitalfinanzierung in Spanien und Argentinien liegt laut einer Analyse von Crunchbase News deutlich hinter globalen und regionalen Spitzenreitern zurück. Während beide Länder weltweit eher für ihre fußballerischen Erfolge bekannt sind, weisen ihre Startup-Ökosysteme bei genauerer Betrachtung bemerkenswertes Potenzial auf.
Argentiniens Startup-Szene, die früher als „klein, zäh und manchmal sehr erfolgreich“ beschrieben wurde, sichert sich typischerweise einige hundert Millionen Dollar pro Jahr. Diese Finanzierung bleibt hinter größeren lateinamerikanischen Ländern wie Brasilien und Mexiko zurück. Dennoch verfügt das Land über eine Geschichte bedeutender Erfolge, darunter der E-Commerce-Gigant MercadoLibre, dessen Ursprünge in Buenos Aires liegen. In jüngerer Zeit hat das Fintech-Unternehmen Ualá erhebliche Mittel gesammelt, ebenso wie Startups im Bereich Zahlungs-Infrastruktur wie Pomelo und Tapi.
Spanien, obwohl Favorit in jüngsten Fußballfinalen, verzeichnete im Jahr 2026 Startup-Finanzierungen von weniger als 2 Milliarden US-Dollar, was nur einem Drittel des französischen Gesamtbetrags für denselben Zeitraum entspricht. Die größten Finanzierungsempfänger in diesem Jahr konzentrieren sich auf Raumfahrttechnologie und KI, wobei Unternehmen wie PLD Space, Factorial und EOS-X Space zehn- oder hundertfache Millionenbeträge erhalten. Bemerkenswerte Runden umfassen auch den KI-Tools-Entwickler Xoople.
Das Finanzierungsjahr 2026 scheint für Argentinien stark zu sein und übertrifft bereits die Gesamtsumme des Vorjahres. Auch Spanien verzeichnete in den letzten Jahren einen Aufwärtstrend, mit jährlichen Finanzierungen zwischen 1,8 und 2,8 Milliarden US-Dollar. Die Finanzierungssummen können jedoch von Jahr zu Jahr erheblich schwanken, da einzelne große Finanzierungsrunden erhebliche Auswirkungen haben können.
Sowohl Spanien als auch Argentinien könnten im Startup-Bereich als Underdogs betrachtet werden, ähnlich wie im Fußball. Das Kapital konzentriert sich weiterhin stark auf das Silicon Valley und andere primäre Tech-Zentren. Eine breitere Investorenbeteiligung in Märkten wie Spanien und Argentinien wäre angesichts des nachgewiesenen Potenzials ihrer Startup-Ökosysteme ermutigend.