Sportmedizin-Gesellschaft betont Rolle bei Dopingbekämpfung
Die GOTS hebt die Verantwortung von Sportärzten für die Gesundheit der Athleten und fairen Wettkampf hervor und positioniert sich klar gegen Doping.

Auf ihrem 24. Jahreskongress in München hat die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) die zentrale Aufgabe der Sportmedizin im Kampf gegen Doping betont. Die Gesellschaft unterstrich die primäre Verantwortung von Sportärzten für die Gesundheit von Athleten und die Gewährleistung fairer Wettkampfbedingungen.
Der Missbrauch von Medikamenten und medizinischen Methoden zur Leistungssteigerung im Wettkampfsport, aber auch im Freizeitsport zum unnatürlichen Muskelaufbau, ist verbreiteter, als positive Dopingtests vermuten lassen. Aufdeckungen durch staatliche Ermittlungen haben das Ausmaß verdeutlicht und bergen erhebliche Gesundheitsrisiken für Sportler, darunter plötzliche Herztodesfälle und thromboembolische Erkrankungen.
Die zentrale Ethikkommission der Bundesärztekammer hat daraufhin Empfehlungen für Ärzte im Umgang mit Dopingpraktiken erarbeitet. Auch die medizinische Expertenkommission des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hat ihre Positionierung im Anti-Doping-Kampf bekräftigt und fordert von Verbandsärzten unter anderem die Kenntnis der Regeln und die Aufklärung über Gesundheitsrisiken durch Doping und Nahrungsergänzungsmittel.
Die GOTS, die sich bereits in der Vergangenheit klar gegen jede Form des Dopings positioniert hat, unterstützt den aktiven Kampf dagegen. Sie führt gemeinsame Schulungsmaßnahmen durch und betont, dass Sportärzte die Gesundheit der Athleten priorisieren und eine kritische Distanz wahren müssen, um nicht vereinnahmt zu werden. Eine finanzielle Beteiligung am Erfolg der Sportler wird als problematisch angesehen.
Neben dem Kongress veranstaltete die GOTS im August 2009 ein Symposium in Berlin, das sich der Leichtathletik als Hochleistungssport aus medizinischer Sicht widmete. Diese Veranstaltungen sind Teil des Engagements der Gesellschaft zur Förderung des Athletenwohls und der Sicherheit.