Standard Chartered CEO sieht Umschulung als Mittel gegen Ängste vor KI-Jobverlust
Bill Winters setzt bei Standard Chartered auf interne Weiterbildung, um die Auswirkungen des KI-Einsatzes abzufedern, während der Stellenabbau voranschreitet.
Während eines Investorengipfels in Hongkong äußerte sich Bill Winters, CEO von Standard Chartered, zur Bedrohung durch künstliche Intelligenz auf dem Arbeitsmarkt. Er erkannte die verbreitete Sorge der Mitarbeiter an, betonte jedoch, dass Automatisierung in der Vergangenheit oft zu einer Verschiebung und nicht zwingend zum Wegfall von Beschäftigung geführt habe.
Die Bank plant, bis 2030 über 15 Prozent der Support-Stellen im Back-Office zu streichen, was etwa 8 000 Arbeitsplätzen entspricht. Laut Winters hat die Bank in den letzten elf Jahren durch Automatisierung bereits etwa 25 000 Stellen abgebaut, während die Gesamtbelegschaft bei rund 100 000 Personen stabil geblieben ist.
Um den Übergang zu bewältigen, setzt das Management auf gezielte Umschulungsprogramme. Winters unterstrich, dass das Unternehmen bestrebt sei, die Fähigkeiten der bestehenden Belegschaft zu nutzen, anstatt sich ausschließlich von Personal zu trennen. Weiterbildung sei der Schlüssel, um die Ängste vor technologischer Disruption zu mindern.
Die Branche reagiert derzeit einheitlich auf die technologischen Veränderungen. Andere Bankhäuser wie Barclays haben bereits signifikante Stellenstreichungen angekündigt, um durch KI-Einsatz ihre operativen Kosten zu senken.