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Wissenschaft

Stanford betreibt 37.000 KI-Agenten als virtuelles Biotech-Unternehmen

Die Stanford University hat ein virtuelles Biotech-Unternehmen mit 37.000 KI-Agenten entwickelt, das neue Medikamente entwirft. Eines seiner Medikamentendesigns wurde unabhängig bestätigt.

7. August 2026
Stanford betreibt 37.000 KI-Agenten als virtuelles Biotech-Unternehmen

Die Stanford University hat ein virtuelles Biotech-Unternehmen mit 37.000 KI-Agenten aufgebaut, das erfolgreich neue Medikamentenkandidaten entworfen und validiert hat. Die Forschung unter der Leitung von Professor James Zou stellt die Annahme eines einzelnen, hochleistungsfähigen KI-Agenten in Frage und demonstriert stattdessen das Potenzial massiver, kollaborativer Agentenökosysteme.

Das virtuelle Biotech-Unternehmen bildet die Struktur eines realen Unternehmens ab, wobei spezialisierte KI-Agenten in verschiedenen Abteilungen wie Zielentdeckung, Moleküldesign und klinische Studien tätig sind. Unter der Aufsicht eines leitenden wissenschaftlichen Agenten (CSO) verfeinern einzelne Agenten ihre Expertise in spezifischen Bereichen, wie der Analyse genetischer oder genomischer Daten.

Das Projekt hat gezeigt, dass ein verteiltes Multi-Agenten-System kreativere und robustere Lösungen hervorbringen kann als ein einzelnes, monolithisches KI-Modell. In diesem System führen Agenten 'Debatten' und 'Diskussionen', was zu tiefergehender Schlussfolgerung und innovativeren Ergebnissen führt. Eine effektive Orchestrierung ist entscheidend, und die Forscher entwickelten die Paperclip-Plattform, um verteilte Daten zu digitalisieren und zu vereinheitlichen und ein kohärentes virtuelles Dateisystem zu schaffen, das den Agenten einen effizienten Informationszugang ermöglicht.

Die praktische Anwendbarkeit des virtuellen Biotech-Unternehmens wurde mit 37.000 Agenten getestet, die klinische Studiendaten synthetisierten, um Einzelzellmerkmale zu identifizieren, die den Erfolg von Studien vorhersagen. Anschließend entwarf das System autonom ein Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC), das auf das CD276-Protein zur Behandlung von Lungenkrebs abzielt. Das Pharmaunternehmen Merck bestätigte dieses Design später unabhängig, und es erhielt die FDA-Zulassung als "durchbrüchige Therapie", was die Designfähigkeiten des virtuellen Biotech-Unternehmens durch externe, reale Verifizierung bestätigt.

Originalquelle: venturebeat.com