Stanford-Studie: Anhaltende Besserung bei Veteranen nach Magnesium-Ibogain-Behandlung
Eine in Translational Psychiatry veröffentlichte Studie zeigt, dass 25 Veteranen ein Jahr nach einer Magnesium-Ibogain-Behandlung deutliche Fortschritte bei PTBS und Depressionen beibehielten.

Wissenschaftler der Stanford Medicine haben die gesundheitliche Entwicklung von 25 US-Veteranen ein Jahr nach einer Magnesium-Ibogain-Behandlung analysiert. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Werte für PTBS, Depressionen und Ängste bei der untersuchten Gruppe im Vergleich zum Ausgangsniveau vor der Behandlung dauerhaft niedriger blieben.
Die Teilnehmer waren bereits Teil einer 2024 publizierten Studie, die kurzfristige Verbesserungen der kognitiven Fähigkeiten dokumentierte. Experten mahnen jedoch zur Vorsicht bei der Interpretation der aktuellen Ergebnisse: Es gab keine Kontrollgruppe, und 23 der 25 Teilnehmer nutzten im Verlauf des Jahres weitere psychiatrische oder psychedelische Behandlungsansätze, was einen direkten ursächlichen Zusammenhang mit der anfänglichen Ibogain-Gabe wissenschaftlich schwer beweisbar macht.
Ibogain ist von der FDA nicht für medizinische Zwecke zugelassen und birgt das Risiko schwerwiegender gesundheitlicher Nebenwirkungen, insbesondere kardiale Komplikationen. Die Autoren der Studie betonen, dass diese Daten den Bedarf an groß angelegten, klinisch kontrollierten Studien nicht ersetzen, sondern unterstreichen.