Stanford-Studie: Wasserrechnungen könnten in zehn Jahren unbezahlbar werden
Millionen amerikanischer Haushalte könnten laut einer Studie der Stanford University innerhalb der nächsten zehn Jahre aufgrund des Klimawandels und veralteter Infrastruktur unbezahlbare Wasserrechnungen erhalten.

Millionen Amerikaner könnten in den nächsten zehn Jahren mit unerschwinglich hohen Wasserrechnungen konfrontiert werden, da der Klimawandel die alternde Infrastruktur belastet und die Wasserversorgung knapp werden lässt. Eine von Forschern der Stanford University geleitete Studie zeigt, dass wärmere und trockenere Bedingungen die aktuellen Probleme verschärfen könnten und über ein Drittel der US-Haushalte Schwierigkeiten haben werden, ihre Wasserrechnungen zu bezahlen.
Die Wasserpreise sind bereits dreimal schneller gestiegen als die Inflation. Die Studie deutet darauf hin, dass der Klimawandel diesen Druck noch verstärken wird. "Wenn Sie bereits Schwierigkeiten haben, Ihre Wasserrechnung zu bezahlen, und diese aufgrund des Klimawandels nun doppelt so hoch sein wird, werden Sie wirklich Probleme bekommen, Ihren Lebensunterhalt zu bestreiten", sagte Sarah Fletcher, eine der leitenden Autorinnen der Studie.
Die Forscher nutzten Santa Cruz, Kalifornien, als Fallstudie zur Modellierung der Auswirkungen. Die Küstenstadt wurde aufgrund ihrer Abhängigkeit von lokalen Wasserquellen und bestehender Dürre-bedingter Einschränkungen ausgewählt. "Derzeit ist der Hauptweg, wie Versorgungsunternehmen diese zusätzlichen Investitionen bezahlen können, durch die Erhöhung der Wasserrechnungen", erklärte Jennifer Skerker, die Hauptautorin der Studie.
Die Analyse legt nahe, dass die direkte Weitergabe dieser Infrastruktur- und Zuverlässigkeitskosten an die Verbraucher einen erheblichen Teil der Haushalte in eine Krise stürzen könnte. Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass diese Erschwinglichkeitsprobleme in den Städten im Westen der USA gravierender sein könnten als bisher angenommen, da wärmeres und trockeneres Wetter die Nachfrage erhöht und gleichzeitig das Angebot verringert, was die Versorgungsunternehmen zu kostspieligen Infrastrukturverbesserungen zwingt.
Die Forscher betonen, dass das derzeitige Modell, bei dem Versorgungsunternehmen die Infrastrukturkosten durch Erhöhung der Verbrauchertarife decken, nicht nachhaltig ist. Sie fordern die politischen Entscheidungsträger auf Bundes- und Landesebene auf, einzugreifen und Lösungen wie Zuschuss- und Darlehensprogramme für Versorgungsunternehmen sowie direkte Unterstützung für einkommensschwache Haushalte zu empfehlen, um den fortgesetzten Zugang zu Wasser zu gewährleisten.