Staatliche Akteure nutzten Sicherheitslücken für Angriffe auf Mobilgeräte
Forscher haben eine Cyberspionage-Kampagne aufgedeckt, bei der manipulierte Webseiten genutzt wurden, um Schadcode auf iOS- und Android-Systeme zu übertragen.

Sicherheitsforscher haben eine Spionage-Operation identifiziert, die Verbindungen zum russischen Auslandsgeheimdienst aufweist. Bei den Angriffen wurden gezielt Besucher bestimmter Webseiten ins Visier genommen, um über manipulierte Inhalte Daten von mobilen Endgeräten abzugreifen.
Die Angreifer nutzten unter anderem eine gefälschte Kopie der Webseite america250.org, die den 250. Jahrestag der US-Verfassung thematisiert. Durch die Injektion von schädlichem JavaScript konnten die Angreifer das Profil der verwendeten Geräte erfassen und versuchen, Browser-Cookies, WLAN-Passwörter sowie weitere sensible Nutzerdaten zu entwenden.
Die Angriffe basieren auf bereits bekannten Sicherheitslücken in iOS und Android, für die teils bereits Patches existierten. Experten weisen darauf hin, dass die Wahl der Zielwebseiten einen Zusammenhang mit dem aktuellen Ukraine-Konflikt nahelegt.
Obwohl das volle Ausmaß der Infektionen noch untersucht wird, verdeutlicht der Vorfall die steigende Professionalität bei der Nutzung von Exploit-Ketten. Sicherheitsanalysten raten dringend dazu, mobile Betriebssysteme stets auf dem neuesten Stand zu halten, um sich gegen derartige Angriffe zu wappnen.