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Einzelhandel

Fehlbestände: Auswirkungen von Problemen in der vorgelagerten Logistik

Fehlbestände entstehen häufig durch verspätete eingehende Daten, nicht durch Nachfrage oder Lieferantenprobleme. Infios betont, dass manuelle Prozesse und schlechte Koordination zu ungenauen Lagerbeständen führen.

9. Juni 2026
Fehlbestände: Auswirkungen von Problemen in der vorgelagerten Logistik

Weit verbreitete Fehlbestände sind häufig das Ergebnis von verspäteten oder unvollständigen eingehenden Logistikdaten, nicht von Nachfrageschwankungen oder Lieferantenausfällen. Unternehmen, die eine effiziente ausgehende Logistik stark priorisieren, übersehen oft kritische vorgelagerte Prozesse.

Laut Richard Stewart, Executive Vice President Americas bei Infios, entstehen Fehlbestände oft durch interne Koordinationsprobleme, insbesondere bei der Verwaltung eingehender Waren. Wenn Lieferkettenabläufe auf veralteten Werkzeugen wie E-Mails und Tabellenkalkulationen basieren, sind die Informationen oft 24 bis 48 Stunden hinter Echtzeitdaten zurück.

Diese Verzögerungen schaffen erhebliche Lücken in der Bestandsverwaltung. Lager können ihre Ressourcen nicht effektiv planen, Laderampen können eingehende Sendungen nicht priorisieren und Lagerbestände können nicht zuverlässig zugewiesen werden. Solche 'Koordinationsfehler' können dazu führen, dass Waren physisch vorhanden sind, aber nicht erfasst oder im System genutzt werden können.

Stewart schlägt vor, dass ein modernes Lieferkettenmanagement Echtzeitintegration und KI-gestützte Orchestrierung erfordert. Durch Investitionen in eine bessere Sichtbarkeit der vorgelagerten Logistik können Unternehmen Fehlbestände vermeiden, ohne ihre Sicherheitsbestände erhöhen oder höhere Lagerkosten verursachen zu müssen. Dieser Ansatz gewährleistet genauere Lieferzusagen an die Kunden und verbessert die Gesamteffizienz der Lieferkette.

Originalquelle: infios.com