Burg Stolpen erhält Briefe von Gräfin von Cosel
Burg Stolpen hat fünf handgeschriebene Briefe von Gräfin Anna Constantia von Cosel erhalten, die während ihrer fast 50-jährigen Haft auf der Burg verfasst wurden.

Burg Stolpen hat fünf historische handgeschriebene Briefe erworben, die Gräfin Anna Constantia von Cosel während ihrer fast 50-jährigen Haft auf der Burg verfasste. Die als private Schenkung erhaltenen Briefe geben Einblicke in ihr Leben im Exil und schildern Sorgen um Schulden und Erbschaftsangelegenheiten.
Schlossleiter Uli Kretschmar bezeichnete den Fund als eine „kleine Sensation“ und dankte dem Spender. Gräfin von Cosel, eine bedeutende Persönlichkeit der sächsischen Geschichte, war eine Favoritin Augusts des Starken, bevor sie 1716 aus politischen Gründen auf Burg Stolpen verbannt wurde, wo sie fast fünf Jahrzehnte verbrachte.
Nach dem Erhalt im Juli wurde die Echtheit der Briefe überprüft. Aufgrund der empfindlichen Beschaffenheit des Papiers werden sie nun unter besonderen konservatorischen Maßnahmen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Briefe werden während der sächsischen Herbstferien vom 9. bis 25. Oktober auf der Burg ausgestellt.
Die Ausstellung bietet Besuchern die seltene Gelegenheit, in das persönliche Leben der Gräfin von Cosel und ihre Erfahrungen während ihrer Haft einzutauchen. Die Burg Stolpen bei Dresden ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 8 Euro für Erwachsene.