Stora Enso Halbjahresbericht 2026: Portfoliooptimierung und Ergebniswachstum
Stora Enso hat seinen Halbjahresbericht 2026 veröffentlicht, der stabile Umsätze bei einem deutlichen Anstieg des bereinigten Betriebsergebnisses zeigt. Das Unternehmen setzt seine strategische Portfoliooptimierung fort.

Helsinki – Stora Enso hat seinen Finanzbericht für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt. Im zweiten Quartal belief sich der Umsatz des Unternehmens auf 2.423 Millionen Euro, was stabil im Jahresvergleich ist. Das bereinigte Betriebsergebnis hingegen stieg deutlich um 27 Prozent auf 160 Millionen Euro. Diese Verbesserung wurde durch strukturelle Veränderungen und den Hochlauf einer neuen Konsumgürtelfaser-Linie am Standort Oulu in Finnland vorangetrieben.
Das Unternehmen setzt seine strategischen Umstrukturierungspläne fort. Die Vorbereitungen für die geplante Abspaltung seiner schwedischen Forstbetriebe in ein neues, börsennotiertes Unternehmen sind im Gange und sollen bis zur ersten Jahreshälfte 2027 abgeschlossen sein. Stora Enso überprüft zudem weiterhin seine Sägewerke und Baulösungen in Mitteleuropa. Zur Optimierung seiner Vermögensbasis veräußerte das Unternehmen seine Wellpappproduktionsstätten in Deutschland.
Die Konsumgürtelfaser-Linie im Werk Oulu schreitet voran, die Produktionsmengen steigen stetig und sollen 2027 die volle Kapazität erreichen. Stora Enso investiert zudem 19 Millionen Euro in die Steigerung der Fluffzellstoffproduktion an seinem Standort Skutskär in Schweden, um der wachsenden Nachfrage nach Hygieneprodukten gerecht zu werden. Das Unternehmen hat auch seinen Kreislaufwirtschaftsplan veröffentlicht, mit dem Ziel, bis 2030 eine Materialkreislaufquote von 90 % in seinen direkten Betrieben zu erreichen.
Für das dritte Quartal 2026 erwartet Stora Enso aufgrund geopolitischer Spannungen und Handelsvolatilität unsichere Marktbedingungen. Geplante Wartungsstillstände werden voraussichtlich die Kosten erhöhen. Trotz dieser Herausforderungen konzentriert sich das Unternehmen weiterhin auf die Steuerung kontrollierbarer Faktoren und die Anpassung an Marktentwicklungen.