Stora Enso Halbjahresbericht: Fortschritte in Oulu, Verkauf von Waldvermögen wird fortgesetzt
Der Forst- und Verpackungskonzern Stora Enso veröffentlichte seinen Halbjahresbericht. Der Umsatz des Unternehmens im zweiten Quartal 2026 blieb stabil, während das bereinigte EBIT deutlich anstieg.

Helsinki – Stora Enso veröffentlichte am 23. Juli 2026 seinen Halbjahresbericht für 2026, der strategische Fortschritte und Finanzergebnisse darlegt.
Das Unternehmen meldete stabile Umsätze von 2.423 Mio. EUR für das zweite Quartal, was weitgehend unverändert gegenüber den 2.426 Mio. EUR des Vorjahres ist. Das bereinigte EBIT stieg jedoch um 27 % auf 160 Mio. EUR, gestützt durch den Hochlauf der neuen Produktionslinie für Konsumverpackungskarton in seinem Werk in Oulu. Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich auf 6,6 %.
Stora Enso setzte die Vorbereitungen für die geplante Abspaltung und Börsennotierung seiner schwedischen Waldvermögenswerte als separates Unternehmen im ersten Halbjahr 2027 fort. Eine strategische Überprüfung seiner Sägewerke und Bauproduktlösungen in Mitteleuropa ist ebenfalls im Gange. Die neue Produktionslinie im Werk Oulu steigert schrittweise die Produktionsmengen und wird voraussichtlich 2027 die volle Kapazität erreichen.
Das Unternehmen investiert 19 Mio. EUR in die Erhöhung der Fluff-Zellstoffproduktion in seinem Werk Skutskär in Schweden, um der wachsenden Nachfrage nach Hygieneprodukten gerecht zu werden. Im Rahmen dieser Umstellung wird die Produktion von Nadelholzzellstoff dauerhaft eingestellt. Stora Enso veräußerte im Juli auch seine Wellpappproduktionsstätten in Deutschland, um seine Vermögensbasis zu optimieren.
Für das dritte Quartal erwartet Stora Enso, dass geplante Wartungsstillstände die Kosten im Vergleich zum zweiten Quartal um etwa 40-50 Mio. EUR erhöhen werden. Die Veräußerung von Waldvermögen in Schweden wird zu einer geschätzten quartalsweisen EBIT-Reduzierung von 5 Mio. EUR führen. Die Einnahmen aus Emissionszertifikaten werden voraussichtlich von 72 Mio. EUR im Jahr 2025 auf 10-20 Mio. EUR sinken, bedingt durch Änderungen der EU-Emissionshandelsregeln.