Stripe und Advent sollen PayPal kaufen wollen
Der Fintech-Gigant Stripe und die Private-Equity-Firma Advent International haben Berichten zufolge ein gemeinsames Kaufangebot für PayPal unterbreitet, das dessen aktuellen Aktienkurs übertrifft.

Die Aktien von PayPal Holdings (Nasdaq: PYPL) verzeichneten im vorbörslichen Handel einen deutlichen Anstieg, nachdem Reuters berichtet hatte, dass das Fintech-Unternehmen Stripe und die Private-Equity-Firma Advent International ein gemeinsames Kaufangebot für den Zahlungsdienstleister unterbreitet haben. Das Angebot bewertet PayPal mit rund 53 Milliarden Dollar.
Dem Bericht zufolge liegt das Angebot bei 60,50 Dollar pro Aktie, was einem Aufschlag von etwa 28 Prozent auf den Schlusskurs von PayPal am Dienstag (47,37 Dollar) entspricht. Das Angebot soll Anfang des Monats unterbreitet worden sein, und PayPal hat noch nicht reagiert. Die potenzielle Übernahme erfolgt zu einer Zeit, in der PayPal zunehmendem Wettbewerb und einem erheblichen Rückgang seines Aktienwerts seit dem Höchststand von über 291 Dollar im Jahr 2021 gegenübersteht.
Stripe, ein privat gehaltenes Fintech-Unternehmen mit einer Bewertung von rund 159 Milliarden Dollar, ist auf die Abwicklung von Transaktionen zwischen Unternehmen spezialisiert. Diese potenzielle Übernahme könnte es Stripe ermöglichen, in Bereiche zu expandieren, in denen PayPal mit seiner großen Nutzerbasis und Stärken im Peer-to-Peer-Zahlungsverkehr eine dominante Stellung innehat. Der Schritt könnte auch die Führung von PayPal unter Druck setzen, ihre strategische Ausrichtung und finanzielle Leistung zu überdenken.
Im Februar ernannte PayPal Enrique Lores, ehemals von HP, zum neuen CEO, was den Fokus auf die Anpassung an die sich schnell entwickelnde digitale Zahlungslandschaft unterstreicht, die von neuen Technologien und KI geprägt ist. Investoren reagierten positiv auf die Übernahmegerüchte. Die PayPal-Aktien stiegen im vorbörslichen Handel um etwa 19,87 Prozent auf 56,72 Dollar, blieben jedoch unter dem berichteten Angebotspreis.