Stripe will PayPal für 53 Milliarden Dollar kaufen
Das Zahlungsabwicklungsunternehmen Stripe und die Private-Equity-Firma Advent International haben gemeinsam ein Angebot von über 53 Milliarden US-Dollar für den Konkurrenten PayPal unterbreitet. Die Übernahme könnte die Art und Weise, wie weltweit online bezahlt wird, neu gestalten.

Das Zahlungsabwicklungsunternehmen Stripe hat sich Berichten zufolge mit der Private-Equity-Firma Advent International zusammengeschlossen, um ein gemeinsames Übernahmeangebot für den Konkurrenten PayPal abzugeben. Das Angebot, das sich auf über 53 Milliarden US-Dollar beläuft, könnte laut Quellen von Reuters eine bedeutende Veränderung in der Landschaft des digitalen Zahlungsverkehrs darstellen.
Die Übernahme würde Stripe direkten Zugang zur signifikanten Kundenbasis von PayPal verschaffen, die weltweit über 430 Millionen Konten umfasst. Dazu gehört auch der beliebte Peer-to-Peer-Zahlungsdienst Venmo. Für Stripe könnte die Integration dieser kundenorientierten Dienste seine eigenen Initiativen für digitale Wallets und Stablecoins erheblich stärken und seine bestehenden, auf Händler ausgerichteten Dienstleistungen ergänzen.
Das vorgeschlagene Geschäft kommt zu einer Zeit, in der PayPal erheblichen Marktdruck erlebt hat. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens ist von einem Höchststand von 360 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021 auf nur noch 36 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr gefallen. Die Übernahme könnte PayPal somit eine entscheidende Rettungsleine und eine neue strategische Ausrichtung bieten.
Die Bewertung des Angebots hat jedoch Kritik hervorgerufen. Analyst Andrew Jeffrey von William Blair äußerte Skepsis und deutete an, dass das Angebot von 60,50 US-Dollar pro Aktie von PayPals neuer Führung als zu niedrig angesehen werden könnte. Jeffrey prognostizierte, dass Verhandlungen den Preis potenziell in die Höhe treiben könnten, möglicherweise auf bis zu 70 US-Dollar pro Aktie.