Starke Krone glich Börsenanstieg im Mai aus
Die norwegische Krone legte im Mai fast fünf Prozent gegenüber dem Dollar zu und neutralisierte damit die Gewinne internationaler Aktienfonds, obwohl die globalen Märkte stiegen.

Oslo – Die Stärkung der norwegischen Krone im Mai hat die Erträge internationaler Aktienfonds für norwegische Anleger effektiv ausgeglichen. Trotz eines Anstiegs des MSCI World Index um etwa 4 Prozent in US-Dollar führte die Aufwertung der Krone um fast fünf Prozent gegenüber dem Dollar dazu, dass diese Gewinne weitgehend ausgelöscht wurden.
Die Kunden von Nordnet setzten ihren Trend des Netto-Kaufens von Fonds fort. Die kumulierten Käufe von Aktienfonds erreichten in den ersten fünf Monaten des Jahres 5,5 Milliarden Norwegische Kronen, fast so viel wie im gesamten Vorjahr. Allein im Mai betrug das Netto-Fondsaufkommen 940 Millionen Kronen, wobei Aktienfonds den Schwerpunkt bildeten.
Die globalen Aktienmärkte erholten sich im Mai von einem Rückgang im April. Wichtige US-Indizes, darunter der S&P 500 und der Nasdaq, erreichten neue Allzeithochs. Niedrigere als erwartete Inflationszahlen in den USA wurden von den Anlegern positiv aufgenommen. Die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen verzeichneten im Monatsverlauf einen leichten Rückgang.
Spareconom Bjørn Erik Sættem von Nordnet betonte die prozyklische Natur der norwegischen Krone, die oft stärker wird, wenn die globalen Märkte steigen. Diese Dynamik kann als Puffer wirken und die Volatilität internationaler Fondsanlagen glätten. Er wies auch darauf hin, dass währungsgesicherte globale Aktienfonds in den letzten 12 Monaten Anlagestrategien ohne Währungsabsicherung übertroffen haben, was eine eher seltene Entwicklung darstellt.