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Wissenschaft

Studie: Schattenanbau fördert Amphibienvielfalt in den Anden

Senckenberg-Forschende belegen, dass vernetzte Agroforstsysteme für den Erhalt von Amphibien wirksamer sind als isolierte Schutzgebiete.

2. November 2026
Studie: Schattenanbau fördert Amphibienvielfalt in den Anden
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Die Art der Landnutzung entscheidet maßgeblich über das Überleben von Amphibien in den kolumbianischen Anden, so eine im Fachjournal Agriculture, Ecosystems & Environment veröffentlichte Studie. Das Team um Raffael Ernst vom Senckenberg-Institut untersuchte verschiedene Anbausysteme und stellte fest, dass schattenspendende Agroforstsysteme eine deutlich höhere Artenvielfalt aufweisen als die industrielle Viehwirtschaft.

Anhand von 34 Untersuchungsflächen dokumentierten die Wissenschaftler fast 3 800 Amphibien. Dabei zeigte sich, dass die Umwandlung von Flächen für die intensive Rinderhaltung zur strukturellen Verarmung der Landschaft führt. Im Gegensatz dazu bieten traditionelle Systeme, bei denen Nutzpflanzen wie Kaffee oder Kakao unter einem Baumdach kultiviert werden, wertvolle Mikrohabitate für verschiedene Amphibienarten.

Die Autoren betonen, dass isolierte Naturschutzgebiete allein nicht ausreichen, um die biologische Vielfalt in der Region zu sichern. Stattdessen sei eine Vernetzung von Waldfragmenten mit nachhaltig bewirtschafteten Agroforstflächen in einer Mosaikstruktur erforderlich. Dieser integrierte Ansatz könne sowohl den kommerziellen Ertrag für Kleinbauern sichern als auch den Erhalt der ökologischen Vielfalt in der Kulturlandschaft langfristig gewährleisten.

Originalquelle: senckenberg.de