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Wissenschaft

Studie: Amazonas-Regenwald stößt mehr CO2 aus, als er bindet

Ein internationales Forscherteam hat festgestellt, dass der Amazonas-Regenwald aufgrund von Abholzung und Klimastress zur Kohlenstoffquelle geworden ist.

29. Oktober 2026
Studie: Amazonas-Regenwald stößt mehr CO2 aus, als er bindet

Der Amazonas-Regenwald, einst als eine der wichtigsten CO2-Senken der Erde bekannt, hat seine Fähigkeit zur Kohlenstoffspeicherung weitgehend eingebüßt. Eine im Fachjournal Nature veröffentlichte Untersuchung unter der Leitung des brasilianischen Instituts für Weltraumforschung zeigt, dass der Wald heute mehr Kohlenstoff an die Atmosphäre abgibt, als er aufnimmt. Nur in Jahren mit besonders hohen Niederschlagsmengen erreicht das Ökosystem eine annähernde Kohlenstoffneutralität.

Die Studie identifiziert menschliche Aktivitäten als Haupttreiber für die negative Bilanz. Abholzung, das Legen von Bränden zur Landgewinnung und forstwirtschaftliche Eingriffe verursachen einen drastischen Anstieg der Emissionen. Zwar wirken sich auch klimatische Belastungen wie Dürreperioden negativ aus, doch die bewusste Landnutzung bleibt der entscheidende Faktor für die Kohlenstoffbewegung zwischen Boden und Atmosphäre.

Experten warnen vor einem sogenannten Kipppunkt, an dem sich die ökologische Struktur des Waldes dauerhaft verändert und die Speicherfähigkeit weiter abnimmt. Sie betonen, dass eine politische Kehrtwende hin zur absoluten Null-Abholzung notwendig ist, um die Funktion des Amazonas als Klimaregulator wiederherzustellen und einen weiteren Anstieg der globalen Kohlenstoffwerte zu verhindern.

Originalquelle: fastcompany.com