Studie untersucht Arbeitsumgestaltung durch Multiteaming
Eine LMU-Studie beleuchtet, wie Beschäftigte in multiplen Projektteams eigenständig ihre Aufgaben anpassen und welche Folgen dies für die Teamdynamik hat.

Beschäftigte, die parallel in mehreren Projektteams arbeiten, passen ihre Arbeitsweise zunehmend eigenständig an, um eine Überlastung zu vermeiden. Eine unter Leitung der LMU Munich School of Management durchgeführte Studie zeigt, dass dieses sogenannte Multiteaming zwar die Flexibilität von Unternehmen erhöht, jedoch bei den Mitarbeitenden zu einem hohen Zeitdruck führt.
Im Rahmen der Untersuchung wurden 81 Beschäftigte interviewt, die teilweise in bis zu zehn Teams gleichzeitig tätig waren. Die Teilnehmenden berichteten von „Job Crafting“-Strategien, bei denen Aufgaben gestrichen oder Arbeitszeiten bewusst umstrukturiert wurden. Professorin Helene Tenzer betont, dass diese Anpassungen oft eine notwendige Reaktion auf den hohen mentalen Druck und den Fachkräftemangel sind.
Die Ergebnisse verdeutlichen jedoch ein Konfliktpotenzial: Wenn Einzelne ihr Pensum reduzieren, entstehen oft Mehrbelastungen für andere Teammitglieder. Die im Journal of Organizational Behavior veröffentlichte Studie legt Unternehmen nahe, die Anzahl paralleler Projekte realistisch zu begrenzen und in agilen Strukturen Raum für eine transparente Kommunikation über Prioritäten und Kapazitäten zu schaffen.