Studie: Unternehmen unterschätzen Abhängigkeit von Wasserverfügbarkeit
Eine neue Studie von BDO und NABU zeigt, dass deutsche Unternehmen ihre Abhängigkeit von Wasser und Flussgebieten unterschätzen. Nur 34 Prozent der direkt abhängigen Firmen sehen Wasser als wesentliches Thema.

Der Wirtschaftsstandort Deutschland ist laut einer neuen Studie von BDO und dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) fundamental von intakten Flussgebieten abhängig. Die Untersuchung "Unternehmen in Flussgebieten" analysierte 160 börsennotierte Unternehmen sowie deren deutsche Standorte und deren Bezug zu Wassersystemen.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Bedeutung von Flüssen für Kühlung, Prozesswasser und Transport in vielen Unternehmen noch nicht ausreichend in Strategien und Nachhaltigkeitsberichten berücksichtigt wird. Bemerkenswert ist, dass 34 Prozent der Unternehmen, die aufgrund ihres Standorts und Geschäftsmodells direkt und wesentlich von der Ressource Wasser abhängig sind, das Thema Wasser derzeit nicht als wesentlich einstufen.
Diese mangelnde Anerkennung birgt Risiken für die deutsche Wirtschaft, da zahlreiche Betriebe auf eine verlässliche Wasserversorgung angewiesen sind. Die Studie betont die Notwendigkeit, die Abhängigkeit von Wasser in die unternehmerische Risikobewertung und strategische Planung zu integrieren.
BDO und NABU fordern Unternehmen auf, ihre Abhängigkeiten von Wasserressourcen und die damit verbundenen Risiken, insbesondere im Hinblick auf mögliche Auswirkungen des Klimawandels, genauer zu prüfen und transparent zu machen.