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Technologie

Studie: Digitalisierte Unternehmen sind produktiver – Investitionen sinken

Eine neue Studie zeigt, dass die Digitalisierung die Produktivität von Unternehmen steigert. In Deutschland ist das digitale Kapital ungleich verteilt, und die Investitionen in Digitalisierung sind zuletzt gesunken.

17. Oktober 2026
Studie: Digitalisierte Unternehmen sind produktiver – Investitionen sinken

Frankfurt – Je digitaler ein Unternehmen aufgestellt ist, desto produktiver ist es. Dies ist das zentrale Ergebnis einer gemeinsamen Studie des ZEW Mannheim und von KfW Research. Der Zusammenhang zwischen digitalem Kapitalstock und Produktivität ist besonders stark ausgeprägt, je weiter die Digitalisierung eines Unternehmens bereits fortgeschritten ist.

Die Studie, die auf Daten des KfW-Mittelstandspanels von 2017 bis 2022 basiert, offenbart eine erhebliche Ungleichverteilung des digitalen Kapitals in Deutschland. Während top-digitalisierte Unternehmen von weiteren Investitionen stark profitieren, investieren insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zuletzt deutlich weniger in ihre Digitalisierung. Dies führt dazu, dass die digitalen Kapitalbestände sehr ungleich verteilt sind.

Die Analyse zeigt weiter, dass eine Erhöhung des digitalen Kapitalstocks eines Unternehmens um zehn Prozent mit einer Produktivitätssteigerung von durchschnittlich 0,159 Prozent einhergeht. Bei bereits stark digitalisierten Unternehmen kann diese Steigerung bis zu 0,808 Prozent betragen. Die Forschung betont, dass ein Grundstock an digitalem Kapital und Erfahrung im Umgang mit Technologien notwendig ist, um die Potenziale der Digitalisierung auszuschöpfen.

Ein aktueller Digitalisierungsbericht von KfW Research unterstreicht zudem einen jüngsten Einbruch der Digitalisierungsaktivitäten im deutschen Mittelstand. Zwischen 2022 und 2024 ist der Anteil der Unternehmen, die Digitalisierungsvorhaben abgeschlossen haben, um fünf Prozentpunkte auf 30 Prozent gesunken. Die Investitionen in Digitalisierung reduzierten sich um 8,1 Milliarden Euro. Dies wird auf die schwierige konjunkturelle Lage zurückgeführt.

Die Experten von KfW Research und ZEW Mannheim betonen die Wichtigkeit kontinuierlicher Investitionen für die Wettbewerbsfähigkeit. Angesichts knapper finanzieller Ressourcen bei vielen KMU werden gezielte Fördermaßnahmen als wichtiger Ansatzpunkt gesehen, um die Digitalisierungsbemühungen zu stärken und Innovationspotenziale zu heben.

Originalquelle: kfw.de