Studie zeigt: Unternehmertum kann mit höherer Lebenserwartung korrelieren
Eine Untersuchung des Stevens Institute of Technology deutet darauf hin, dass Unternehmer ein um 10 % geringeres Risiko für vorzeitigen Tod haben, sofern die Selbstständigkeit freiwillig erfolgt.

Forscher des Stevens Institute of Technology haben Daten von über 27.500 US-Amerikanern ab 50 Jahren ausgewertet, um die Auswirkungen von Unternehmertum auf die Langlebigkeit zu untersuchen. Die im Journal of Business veröffentlichte Studie belegt, dass Selbstständige ein um 10 Prozent niedrigeres Risiko für einen vorzeitigen Tod aufweisen als Angestellte, selbst wenn Faktoren wie Einkommen und Bildung berücksichtigt werden.
Obwohl die Gründung eines Unternehmens oft mit hoher Belastung verbunden ist, spielt die Autonomie eine entscheidende Rolle für die Gesundheit. Der Mitautor der Studie, Cristiano Bellavitis, betont, dass die Möglichkeit, eigene Interessen zu verfolgen, eine schützende Wirkung haben kann. Dies stehe im Gegensatz zu der oft negativen Wahrnehmung des unternehmerischen Stresses.
Die Studie unterstreicht, dass die gesundheitlichen Vorteile maßgeblich davon abhängen, ob die Selbstständigkeit aus Leidenschaft oder aus finanzieller Not heraus gewählt wurde. Zudem berichteten Unternehmer von einem geringeren Maß an Einsamkeit und Depressionen, was laut den Forschern auf einen Zusammenhang zwischen beruflicher Selbstbestimmung und dem psychischen Wohlbefinden hindeutet.