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Gesundheit

Studie: Ein Grad Temperaturanstieg steigert das Hitzeschlagrisiko für Außenarbeiter um 250 Prozent

Eine Untersuchung aus Singapur belegt, dass bereits ein Anstieg der Durchschnittstemperatur um 1 °C das Risiko für hitzebedingte Erkrankungen bei Außenarbeitern massiv erhöht.

2. November 2026

Wissenschaftler der Duke-NUS Medical School und des Singapore General Hospital haben einen signifikanten Zusammenhang zwischen moderaten Temperaturanstiegen und der Gesundheit von Außenarbeitern nachgewiesen. Die Studie zeigt, dass eine Erhöhung der täglichen Durchschnittstemperatur um 1 °C das Risiko für Hitzeschläge und andere hitzebedingte Leiden um 250 Prozent in die Höhe treibt.

Das Forschungsteam wertete Daten von 60 Wetterstationen über einen Zeitraum von 14 Jahren aus und verknüpfte diese mit gemeldeten Krankheitsfällen. Besonders kritisch bewerten die Experten den kumulativen Effekt: Hält eine Temperaturerhöhung über drei Tage an, vervierfacht sich das Risiko für eine hitzebedingte Verletzung fast. Dies stellt die erste lokale Untersuchung dar, die Hitzeschäden bei Außenarbeitern über einen so langen Zeitraum quantifiziert.

Die überwiegende Mehrheit der Fälle betraf Bauarbeiter, wobei rund 85 Prozent der erfassten Vorfälle als schwer eingestuft wurden. Der leitende Forscher, Adjunct Assistant Professor Joel Aik, weist darauf hin, dass die tatsächlichen Zahlen höher liegen dürften, da leichtere Fälle, wie Muskelkrämpfe, selten medizinisch dokumentiert werden.

Die im Fachjournal Urban Climate veröffentlichte Arbeit unterstreicht die gesundheitlichen Risiken in tropischen Städten. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass bereits geringe Temperaturschwankungen eine erhebliche Gefahr darstellen und die Gesundheitsprävention im Außenbereich angepasst werden muss.

Originalquelle: sgh.com.sg