Studie zeigt: Invasive Eingriffe bei stabiler Herzerkrankung verbessern Überlebensrate nicht
Eine aktuelle Studie belegt, dass frühzeitige invasive Eingriffe bei stabiler Herzerkrankung zwar Symptome lindern, aber gegenüber einer medikamentösen Therapie keinen Überlebensvorteil bieten.

Am 7. November 2026 veröffentlichte Daten zeigen, dass Patienten mit stabiler Herzerkrankung nach frühzeitigen invasiven Eingriffen keine höhere Lebenserwartung aufweisen als Patienten, die ausschließlich medikamentös behandelt werden. Die Studie untermauert die Erkenntnis, dass Interventionen wie Stents oder Bypass-Operationen zwar die Symptomlast verringern, jedoch keinen direkten Einfluss auf die langfristige Mortalität haben.
Die Untersuchung konzentrierte sich auf Patienten mit auffälligen Belastungstests. Dabei wurde deutlich, dass chirurgische Eingriffe zwar die Lebensqualität verbessern, den Überlebensvorteil einer reinen medikamentösen Therapie jedoch nicht übertreffen. Dies stellt die bisherige Praxis infrage, invasive Maßnahmen bei stabiler Erkrankung routinemäßig frühzeitig einzusetzen.
Die Ergebnisse könnten zu einer Anpassung der Behandlungsleitlinien führen, bei der die medikamentöse Therapie in den Vordergrund rückt. Ziel ist es, unnötige chirurgische Risiken zu minimieren, da bei vielen Patienten vergleichbare gesundheitliche Ergebnisse auch ohne operative Eingriffe erzielt werden können.