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Studie: Verordnete Fröhlichkeit am Arbeitsplatz kann Vertrauen untergraben

Gina Anderson von Luma Brighter Learning warnt vor den psychischen Folgen von 'erzwungener Positivität' und betont die Notwendigkeit einer ehrlichen Unternehmenskultur.

3. November 2026
Studie: Verordnete Fröhlichkeit am Arbeitsplatz kann Vertrauen untergraben

Dr. Gina Anderson, CEO von Luma Brighter Learning, warnt davor, dass der Druck zur ständigen Fröhlichkeit am Arbeitsplatz eine ehrliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit verhindert. Werden Mitarbeiter dazu angehalten, eine positive Fassade aufrechtzuerhalten, kann dies in das sogenannte 'Surface Acting' münden, bei dem Gefühle unterdrückt werden, um Erwartungen zu entsprechen. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen einen Zusammenhang zwischen solchem Verhalten und einem erhöhten Risiko für psychische Belastungen wie Depressionen.

Ein gesundes Arbeitsumfeld sollte laut Anderson nicht auf der Unterdrückung negativer Emotionen basieren, sondern auf Transparenz und konstruktivem Feedback. Authentizität im beruflichen Kontext bedeute, auch schwierige Themen offen ansprechen zu können, ohne Repressalien zu befürchten. Nur so könne eine Kultur entstehen, in der sich Mitarbeiter sicher fühlen, Probleme direkt zu melden.

Führungskräfte werden dazu aufgefordert, eine klare Trennung zwischen schädlichem Klatsch und dem berechtigten Ansprechen betrieblicher Mängel vorzunehmen. Durch die Anwendung einheitlicher Integritätsstandards für alle Unternehmensebenen soll eine Atmosphäre geschaffen werden, in der Verantwortung und zwischenmenschliche Wertschätzung ohne den Zwang zur Fassadenmalerei koexistieren können.

Originalquelle: inc.com