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Einzelhandel

Studie: E-Paper-Nutzung deutscher Zeitungen steigt

Täglich werden in Deutschland über 2,8 Millionen E-Paper von Zeitungen verkauft, mehr als 60 Prozent davon im Abonnement. Fast jede vierte verkaufte Zeitung ist digital.

9. Oktober 2026
Studie: E-Paper-Nutzung deutscher Zeitungen steigt
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Die täglichen Verkäufe von E-Paper-Ausgaben deutscher Zeitungen übersteigen 2,8 Millionen Exemplare, wobei über 60 Prozent davon im regelmäßigen Abonnement vertrieben werden. Dies bedeutet, dass fast jede vierte verkaufte Zeitung bereits digital ist, mit einem anhaltenden Wachstumstrend. Die Auflagenzahl digitaler Ausgaben steigt jährlich um rund acht Prozent. Aktuell nutzen fast ein Drittel der Bundesbürger (30 Prozent) E-Paper, wobei junge Menschen unter 30 Jahren (42 Prozent) und Personen mit hoher Bildung (39 Prozent) besonders häufig zu den Nutzern zählen.

Die vom Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) und der Zeitungsmarktforschung Gesellschaft (ZMG) vorgelegte Studie „E-Paper-Qualitäten 2024“ untersucht die Gründe für die Beliebtheit von E-Papern und deren Nutzungsverhalten. Ein zentraler Erfolgsfaktor liegt in der Kombination der Vorteile von gedruckter und digitaler Welt. Das E-Paper bietet ein redaktionell kuratiertes Informationspaket, das sich von der unendlichen Informationsflut des Internets abhebt.

Zwei Drittel der Leser schätzen es besonders, dass das E-Paper die wichtigsten Tagesinformationen in einem übersichtlich gestalteten Produkt liefert. 54 Prozent der Nutzer vertiefen sich in die Lektüre, ähnlich wie bei der Printausgabe. Gleichzeitig profitieren die Nutzer von den digitalen Vorteilen: E-Paper sind schneller verfügbar (83 Prozent), einfacher zu beschaffen (75 Prozent) und jederzeit und überall abrufbar (82 Prozent), selbst im Urlaub (86 Prozent).

Das Smartphone ist das dominierende Endgerät (60 Prozent), gefolgt von Tablets (48 Prozent) und Laptops (43 Prozent). Jüngere Nutzer bevorzugen vermehrt mobile Geräte, während ältere Leser tendenziell größere Bildschirme nutzen. Die Leser bewerten die E-Paper als glaubwürdige und umfassende Informationsquellen, die ihre journalistische Funktion ebenso gut erfüllen wie gedruckte Zeitungen. Auch digitale Anzeigen werden als glaubwürdig wahrgenommen und bieten durch Links einen zusätzlichen Mehrwert.

Originalquelle: bdzv.de