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Gesundheit

Studie identifiziert Caspase-11 als treibende Kraft der knochenauflösenden Zellbildung

Forscher der Chonnam National University identifizierten das Enzym Caspase-11 als Schlüsselfaktor bei der Entwicklung von Osteoklasten, knochenabbauenden Zellen. Dies könnte neue Wege für die Osteoporosebehandlung eröffnen.

24. Juli 2026
Studie identifiziert Caspase-11 als treibende Kraft der knochenauflösenden Zellbildung

Forscher der Chonnam National University haben das Enzym Caspase-11 als entscheidenden Regulator für die Entwicklung von Osteoklasten, den knochenabbauenden Zellen, identifiziert. Die in Cell Death & Differentiation veröffentlichte Studie weist auf neue therapeutische Ziele für Osteoporose und andere knochenabbauende Erkrankungen hin.

Osteoporose betrifft weltweit Millionen Menschen und führt zu geschwächten Knochen und einem erhöhten Frakturrisiko. Der Zustand entsteht, wenn der Knochenabbau die Knochenbildung übersteigt. Bestehende Behandlungen haben zwar ihre Grenzen und mögliche Nebenwirkungen, was den Bedarf an gezielteren Therapien unterstreicht.

Das Forschungsteam beobachtete erhöhte Caspase-11-Spiegel in Modellen mit übermäßigem Knochenabbau, einschließlich altersbedingter Osteoporose und durch Ovariektomie induzierter Osteoporose. Das Enzym erwies sich als essentiell für die Initiierung der Osteoklastendifferenzierung. Genetische Inaktivierung oder pharmakologische Hemmung von Caspase-11 reduzierte die Osteoklastenbildung und die Knochenresorptionsaktivität signifikant, wodurch die Knochenmasse erhalten blieb.

Mechanistisch fördert Caspase-11 die Osteoklastogenese durch die Inaktivierung von PARP1, einem Protein, das normalerweise die Osteoklastenentwicklung unterdrückt. Diese Entdeckung verbindet ein entzündungsassoziiertes Enzym mit einer bisher unbekannten Rolle im Knochenstoffwechsel.

Professor Jeong-Tae Koh, der die Studie leitete, betrachtet Caspase-11 als vielversprechendes Ziel für die zukünftige Medikamentenentwicklung. Die Ergebnisse deuten auch darauf hin, dass Moleküle, die typischerweise mit Immunreaktionen assoziiert sind, wichtige Funktionen in anderen biologischen Systemen haben könnten.

Originalquelle: prnewswire.com