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Gesundheit

Studie verbindet Genvarianten und Schlafgewohnheiten mit Gehirngesundheit und Alzheimer-Risiko

Neue Forschungsergebnisse zeigen, wie die Interaktion zwischen Schlaf und Genetik die Gehirnstruktur und das Alzheimer-Risiko beeinflusst. Die Schlafdauer allein bestimmt nicht die Gehirngesundheit.

13. Juli 2026
Studie verbindet Genvarianten und Schlafgewohnheiten mit Gehirngesundheit und Alzheimer-Risiko

Eine neue Studie der Edith Cowan University (ECU) in Westaustralien hat einen Zusammenhang zwischen Schlafgewohnheiten und dem zukünftigen Risiko für Alzheimer-Krankheit aufgedeckt. Die in Alzheimer's & Dementia veröffentlichte Forschung deutet darauf hin, dass Varianten des Gens Aquaporin-4 (AQP4), welches die Flüssigkeitsbewegung im Gehirn beeinflusst, mit den Schlafmustern einer Person interagieren. Diese Interaktion wirkt sich lange vor dem Auftreten von Alzheimer-Symptomen auf die Gehirnstruktur und die kognitive Leistungsfähigkeit aus.

Das Abfallsystem des Gehirns ist im Schlaf am aktivsten und hilft, mit Alzheimer assoziierte Proteine auszuschwemmen. Die Studie ergab, dass die Effektivität dieses Systems davon abhängt, welche AQP4-Genvariante eine Person trägt und wie ihre Schlafgewohnheiten sind. Insbesondere wurden bestimmte AQP4-Varianten bei Personen, die kürzere Schlafperioden angaben, mit einem schnelleren Verlust von grauer Substanz in Verbindung gebracht.

Die Forschung umfasste 351 ältere Erwachsene, die an der Australian Imaging, Biomarkers, and Lifestyle (AIBL) Studie teilnahmen. Diese Teilnehmer, Mitte 70, zeigten keine diagnostizierten kognitiven Beeinträchtigungen, wiesen jedoch Anzeichen einer Amyloid-Ansammlung auf, ein Kennzeichen der Alzheimer-Krankheit. Die Forscher verfolgten gängige Varianten des AQP4-Gens im Vergleich zu den selbstberichteten Schlafdaten der Teilnehmer und führten wiederholte Gehirnscans und kognitive Tests durch.

Die Ergebnisse zeigten, dass bei einigen Genvarianten kürzerer Schlaf mit einem beschleunigten Verlust grauer Substanz korrelierte. Bei anderen war die Einschlafdauer ein wichtigerer Faktor. Bemerkenswerterweise war eine längere Schlafdauer nicht universell vorteilhaft; bei mindestens einer Genvariante erlebten Personen, die länger schliefen, einen stärkeren Rückgang der kognitiven Fähigkeiten im Vergleich zu kürzeren Schläfern. Die Forscher betonen, dass die Genetik allein keine Ergebnisse bestimmt, heben aber hervor, dass Schlaf ein modifizierbarer Faktor ist, was auf Potenzial für personalisierte Alzheimer-Präventionsstrategien hindeutet.

Originalquelle: fastcompany.com