📣 Senden Sie uns Ihre Pressemitteilung
Seite aktualisiert sich alle 15 Minuten
Gesundheit

Studie: GLP-1-Medikamente mit erhöhtem Haarausfallrisiko verbunden

Eine neue Studie der University of Pennsylvania fand eine Korrelation zwischen der Einnahme von GLP-1-Medikamenten wie Ozempic und Haarausfall bei Typ-2-Diabetes-Patienten. Obwohl das Risiko gering ist, kann es Behandlungsentscheidungen beeinflussen.

23. Juli 2026
Studie: GLP-1-Medikamente mit erhöhtem Haarausfallrisiko verbunden

Forscher der University of Pennsylvania haben einen Zusammenhang zwischen der Anwendung von GLP-1-Medikamenten, wie Ozempic, und einem erhöhten Risiko für Haarausfall bei Patienten mit Typ-2-Diabetes festgestellt. Die Ergebnisse wurden diese Woche im The BMJ veröffentlicht und beleuchten potenzielle Nebenwirkungen dieser Medikamentenklasse.

Die Studie analysierte Daten von 12.000 Patienten mit Typ-2-Diabetes, denen zwischen 2019 und 2024 GLP-1-Medikamente verschrieben wurden, und verglich sie mit einer ähnlichen Gruppe, die andere Behandlungsoptionen nutzte. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Patienten, die GLP-1-Medikamente einnahmen, mit größerer Wahrscheinlichkeit Haarausfall entwickelten.

Konkret hatten Anwender von GLP-1-Medikamenten eine um 37 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, Alopezie (Haarausfall) zu entwickeln, verglichen mit Patienten, die mit SGLT-2-Inhibitoren behandelt wurden. Im Vergleich zu Patienten, die DPP-4-Inhibitoren einnahmen, war die Häufigkeit von Haarausfall bei GLP-1-Anwendern um 68 Prozent höher.

Trotz dieser Zahlen betonen die Forscher, dass das absolute Risiko für Haarausfall sehr gering bleibt. Nur etwa 1,6 Prozent der 12.000 GLP-1-Anwender, etwa 200 Personen, entwickelten während des Studienzeitraums Haarausfall. Die Studie zeigt zudem eine Korrelation, aber keinen direkten kausalen Zusammenhang.

Die Studienautoren merkten an, dass Haarausfall zwar in der Regel keine körperlichen Schäden verursacht, aber erhebliche psychosoziale Folgen haben kann, die das Selbstwertgefühl und die Lebensqualität beeinträchtigen. Sie empfehlen eine erhöhte Sensibilisierung für diese potenzielle Nebenwirkung zur Unterstützung informierter Behandlungsentscheidungen und forderten weitere Forschung zur Klärung der zugrunde liegenden Mechanismen.

Originalquelle: fastcompany.com