Studie: Telefonnutzung zum Erinnern schwächt Gehirnkapazität
Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Speicherung von Informationen auf dem Telefon das natürliche Gedächtnis des Gehirns beeinträchtigen kann. Kognitive Auslagerung und bewusstes Vergessen aktivieren ähnliche neuronale Bahnen.

Neue Forschungsergebnisse des Institute of Cognitive Neuroscience am University College London deuten darauf hin, dass auf Smartphones gespeicherte Erinnerungen die natürliche Gedächtnisleistung des Gehirns schwächen können. Die Studie ergab, dass die Auslagerung von Informationen auf externe Speicher, bekannt als kognitive Auslagerung, dieselben neuronalen Bahnen aktiviert wie bewusstes Vergessen.
Laut der Studie zeigten Teilnehmer, die angewiesen wurden, bewusst zu vergessen, und solche, die aufgefordert wurden, Informationen auf ihr Telefon auszulagern, abgeschwächte neuronale Spuren der zu merkenden Informationen im Vergleich zu denen, die angewiesen wurden, sich diese zu merken. Dies deutet darauf hin, dass die Nutzung externer Technologien zur Erinnerung den Erinnerungsprozess vom Gehirn in die externe Welt verlagern kann.
An der Studie nahmen 36 Teilnehmer teil, deren Gehirnaktivität mittels MRT überwacht wurde. Den Teilnehmern wurden Bilder gezeigt und sie wurden angewiesen, die Informationen entweder zu erinnern, zu vergessen oder auszulagern. Die Forschungsergebnisse zeigten, dass die 'Auslagerungs'-Hinweise ähnliche Gehirnaktivität wie die 'Vergessens'-Hinweise hervorriefen, was auf einen überlappenden kognitiven Prozess hindeutet.
Die Forschung wirft Fragen über die Beziehung zwischen digitalem Gedächtnis und menschlichen kognitiven Funktionen auf. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, zu verstehen, wie die zunehmende Abhängigkeit von Technologie die natürlichen Fähigkeiten unseres Gehirns beeinflusst.