Studie löst Monsun-Rätsel, warnt vor Risiken für Fischerei
Klimawissenschaftler der University of Sussex trugen zu einer Studie bei, die ein langjähriges Paradoxon des südasiatischen Monsuns löst. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass steigende Temperaturen in Südafrika das Aufströmen im Arabischen Meer abschwächen könnten, was Risiken für die regionale Fischerei birgt.

Klimawissenschaftler der University of Sussex haben zu einer neuen internationalen Studie beigetragen, die ein langjähriges Paradoxon des südasiatischen Sommermonsuns löst. Die Forschung zeigt, dass Monsunregen über Südasien und das Aufströmen im Arabischen Meer von unterschiedlichen klimatischen Treibern auf verschiedenen Hemisphären beeinflusst werden.
Die Studie, an der die University of Sussex, die Nanjing University und die Ohio State University beteiligt waren, ergab, dass die Sonneneinstrahlung der Nordhemisphäre die Monsunregen über Südasien hauptsächlich stärkt. Im Gegensatz dazu kann die Erwärmung auf der Südhalbkugel, insbesondere über dem südlichen Afrika, das Aufströmen im Arabischen Meer durch atmosphärische Telekonnektionen abschwächen.
Da das Aufströmen im Arabischen Meer eines der produktivsten Meeresökosysteme der Welt unterstützt, geben die Ergebnisse Anlass zur Sorge. Sie deuten darauf hin, dass steigende Temperaturen außerhalb Südasien die marine Produktivität, Fischbestände und Lebensgrundlagen in der gesamten Region beeinträchtigen könnten.
Die in Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlichte Forschung kombinierte Proxy-Daten aus Höhlen und Meeresablagerungen mit Klimasimulationen, die die letzten 150.000 Jahre umfassen. Die Studie beleuchtet auch Risiken, die mit Strategien zur Klimasteuerung wie dem Management der Sonneneinstrahlung verbunden sind, falls diese die Sonneneinstrahlung ungleichmäßig über verschiedene Regionen verändern.