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Wissenschaft

Studie identifiziert großes nachhaltiges Potenzial für Biokraftstoffe in der EU

Wissenschaftler der Universität Utrecht belegen, dass die EU durch effizientere Landwirtschaft die Produktion von Biokraftstoffen ohne negative Nebeneffekte steigern kann.

4. November 2026
Studie identifiziert großes nachhaltiges Potenzial für Biokraftstoffe in der EU
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Eine aktuelle Studie der Universität Utrecht, die im Auftrag der niederländischen Regierung erstellt wurde, kommt zu dem Schluss, dass in der Europäischen Union ein erhebliches Potenzial für die nachhaltige Gewinnung von Rohstoffen für Biodiesel und Bioethanol besteht. Durch Ertragssteigerungen und die Nutzung bisher wenig bewirtschafteter Flächen ließe sich die Rohstoffproduktion deutlich ausweiten, ohne ökologische Nebeneffekte zu riskieren.

Die Untersuchung konzentrierte sich auf Modellregionen in Polen, Ungarn und Rumänien. Allein diese Flächen, die lediglich sechs Prozent der gesamten EU-Ackerfläche ausmachen, könnten theoretisch 13 Prozent des EU-Bedarfs an erneuerbaren Energien im Verkehrssektor ab 2020 decken. Dies verdeutlicht den hohen Spielraum für eine flächendeckende nachhaltige Produktion.

Die Ergebnisse adressieren auch die Kritik an indirekten Landnutzungsänderungen (iLUC). Die Wissenschaftler betonen, dass diese Effekte durch eine produktivere und effizientere Ressourcennutzung vermieden werden können. Wilhelm Thywissen, Vorsitzender des Branchenverbandes OVID, sieht darin einen Beleg dafür, dass die pauschale Kritik an Biokraftstoffen wissenschaftlich nicht haltbar sei. Auch der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) forderte die Politik dazu auf, diese Chancen für den Ersatz fossiler Kraftstoffe künftig stärker zu nutzen.

Originalquelle: ovid-verband.de