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Studie: Verdreifachung der Gewerkschaftsmitgliedschaft könnte Löhne um 14,5% steigern

Ein neuer Bericht des Economic Policy Institute (EPI) schätzt, dass eine Verdreifachung der Gewerkschaftsmitgliedschaft in den USA das Median-Arbeitseinkommen um 14,5 Prozent erhöhen könnte. Dies würde jährlich über 7.700 US-Dollar zusätzlich bedeuten.

15. Juli 2026
Studie: Verdreifachung der Gewerkschaftsmitgliedschaft könnte Löhne um 14,5% steigern

Washington D.C. – Eine Verdreifachung der Gewerkschaftsmitgliedschaft in den Vereinigten Staaten könnte zu einer Lohnsteigerung von 14,5 Prozent für den Medianarbeiter führen, was jährlich über 7.700 US-Dollar entspricht. Dies geht aus einem neuen Bericht des Economic Policy Institute (EPI) hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Der EPI-Bericht argumentiert, dass eine solche Ausweitung der Gewerkschaftsstruktur nicht nur die Arbeitnehmereinkommen signifikant steigern, sondern auch zur Korrektur von Lohnungleichheiten beitragen würde. Es wird geschätzt, dass ein Anstieg der gewerkschaftlichen Dichte den Lohnunterschied zwischen den Rassen um mehr als ein Drittel reduzieren und damit schwarze und hispanische Arbeitnehmer überproportional begünstigen könnte. Darüber hinaus könnte dies helfen, das Lohnwachstum mit gesteigerter Arbeitsproduktivität in Einklang zu bringen, welche die Lohnerhöhungen in den letzten vier Jahrzehnten übertroffen hat.

"Derzeit konzentrieren sich fast alle Gespräche über Erschwinglichkeit ausschließlich auf Preise, als ob der einzige Weg, das Leben erschwinglicher zu machen, darin besteht, Dinge billiger zu machen – aber Erschwinglichkeit hängt sowohl von Preisen als auch von Löhnen ab", sagte EPI-Präsidentin Heidi Shierholz auf einer Pressekonferenz. "Es gibt eine Institution, die nachweislich in der Lage ist, die Bezahlung zu erhöhen, und das sind die Gewerkschaften."

Die Studie hebt hervor, dass über 50 Millionen amerikanische Arbeitnehmer einer Gewerkschaft beitreten möchten und die öffentliche Unterstützung für Gewerkschaften derzeit bei 71 Prozent liegt. Um dieses Wachstum zu erleichtern und das angestrebte Ziel einer gewerkschaftlichen Dichte von 30 Prozent der Erwerbsbevölkerung zu erreichen, empfiehlt EPI Reformen des Arbeitsrechts, einschließlich der Verabschiedung des "Protecting the Right to Organize Act" (PRO Act). Der Bericht schlägt auch Maßnahmen wie verbindliche Schiedsverfahren für Tarifverhandlungen und die Verpflichtung für Arbeitgeber mit einem hohen Verhältnis von CEO- zu Arbeitnehmervergütung vor, sich an kollektiven Verhandlungen zu beteiligen.

Originalquelle: fastcompany.com