Sunfire-Datenexperte teilt praktische Analytik-Strategie
Ronny Kober, Data Platform Lead bei Sunfire, erläutert zentrale Prinzipien für den Aufbau einer datengesteuerten Organisation und betont den Wert von konkreten Schritten gegenüber Hype.

Ronny Kober, Data Platform Lead bei Sunfire, hat praktische Einblicke zur Erreichung datengesteuerter Abläufe geteilt und dabei die Komplexität von Datenmanagement und Analytik beleuchtet. Seine Erfahrungen im Übergang von verstreuten Datensilos zu einer modernen, KI-gestützten Datenplattform bieten wertvolle Lektionen für jedes Unternehmen, das seine Daten effektiv nutzen möchte.
Kober hebt eine häufige Fehlannahme hervor: Unternehmen besitzen oft riesige Datenmengen, die in isolierten Systemen wie ERP und CRM liegen. Diese Fragmentierung führt zu "Shadow BI", bei dem abteilungsspezifische Reporting-Lösungen entstehen und das Vertrauen durch inkonsistente Metriken untergraben wird. Solche Datensilos verhindern eine kohärente Analyse, und Studien zeigen, dass Datenqualitätsprobleme ein Hauptgrund für Projektmisserfolge sind.
Ein Kernprinzip, das Kober betont, ist, dass eine Datenstrategie mit Fragen beginnen muss, nicht mit Werkzeugen. Organisationen sollten zuerst definieren, welche Entscheidungen bessere Daten informieren können, welche Prozesse verbessert werden können und welche Fragen unbeantwortet bleiben. Erst nach Festlegung dieser Ziele sollten konkrete Anwendungsfälle und Technologielösungen in Betracht gezogen werden.
Das "Skateboard-Prinzip" plädiert für einen schlanken Ansatz: Beginnen Sie mit einem einfachen, werthaltigen Anwendungsfall, der schnell Ergebnisse liefert, anstatt zu versuchen, sofort eine komplette Datenplattform zu erstellen. Diese agile Methode ermöglicht es auch kleineren Teams, greifbare Vorteile zu demonstrieren und zu iterieren. Lösungen wie Scavenger AI passen zu diesem Prinzip und ermöglichen schnelle Dateneinblicke.
Letztendlich ist Vertrauen in Daten die Grundlage für KI-Analytik. Kober betont robuste Praktiken zur Datenqualität und zieht Parallelen zur Softwareentwicklung, einschließlich automatisierter Tests und Standards für die Datenverarbeitung. Architekturen wie der "Medallion"-Ansatz mit seinen Bronze-, Silber- und Gold-Schichten bieten einen strukturierten Weg zur Datenveredelung und gewährleisten deren Zuverlässigkeit und Nutzbarkeit für fortschrittliche Analysen.