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Wissenschaft

Fortschritt in der Supraleiter-Herstellung könnte Energieeffizienz von Elektronik verbessern

Forscher der Technischen Universität Chalmers haben eine neue Methode zur Herstellung supraleitender Materialien entwickelt. Dieser Fortschritt könnte die Entwicklung deutlich energieeffizienterer Elektronik für digitale Geräte und Rechenzentren ermöglichen.

11. Juni 2026
Fortschritt in der Supraleiter-Herstellung könnte Energieeffizienz von Elektronik verbessern

Die Chalmers Universität für Technologie in Schweden hat einen bedeutenden Durchbruch in der Supraleiterforschung bekannt gegeben. Das Team hat einen neuartigen Ansatz zur Modifizierung supraleitender Materialien entwickelt, der den Weg für energieeffizientere Elektronik in digitalen Geräten und Rechenzentren ebnen könnte. Die aktuelle digitale Technologie verbraucht einen erheblichen Teil des globalen Stroms, was die Energieeffizienz zu einer kritischen Herausforderung macht.

Supraleiter bieten eine Lösung zur Reduzierung von Energieverlusten, da sie Elektrizität ohne Widerstand leiten können. In der Vergangenheit wurde die praktische Anwendung von Supraleitern durch die Notwendigkeit extrem niedriger Temperaturen, oft unter -200 Grad Celsius, und ihre Anfälligkeit für starke Magnetfelder behindert. Die neue Forschung aus Chalmers zielt darauf ab, diese Einschränkungen zu überwinden.

Die Forschungsgruppe modifizierte die Oberfläche des Substrats, auf dem das supraleitende Material wächst, auf der Nanoskala. Dieses "Skulptieren" induzierte Supraleitung bei deutlich höheren Temperaturen und verbesserte die Fähigkeit des Materials, starken Magnetfeldern standzuhalten. Die Forscher beobachteten, dass das Muster der Oberfläche die Anordnung der Atome in der supraleitenden Schicht steuerte und somit den supraleitenden Zustand stabilisierte und verstärkte.

"Anstatt nach völlig neuen Materialien zu suchen oder die chemischen Eigenschaften bestehender zu manipulieren, zeigen wir nun, wie Supraleitung durch die Formgebung des Substrats verbessert werden kann", erklärte Professor Floriana Lombardi, die Hauptautorin der Studie. Dieser Ansatz könnte die Nutzung von Supraleitern in zukünftiger Elektronik, Quantentechnologien und anderen Anwendungen, die hohe Energieeffizienz und Widerstandsfähigkeit gegenüber Magnetfeldern erfordern, erweitern.

Originalquelle: chalmers.se