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Technologie

Cyberangriffe auf Supermärkte offenbaren Schwachstellen bei vernetzter Hardware

Angriffe auf Kühlsysteme im europäischen Einzelhandel unterstreichen die Sicherheitsrisiken vernetzter technischer Infrastruktur.

2. November 2026
Cyberangriffe auf Supermärkte offenbaren Schwachstellen bei vernetzter Hardware

Eine Reihe von Cyberangriffen auf Kühl- und Gefrieranlagen in europäischen Supermärkten hat Sicherheitsbedenken hinsichtlich internetfähiger Hardware verstärkt. Während Haushaltsgeräte derzeit nicht als primäres Ziel identifiziert wurden, unterstreichen die Vorfälle die zunehmende Anfälligkeit von Industriegeräten und vernetzter Infrastruktur.

Ciaran Martin, ehemaliger Chef des National Cyber Security Centre (NCSC) in Großbritannien, fordert die Hersteller auf, die Sicherheit von Geräten von Grund auf zu priorisieren. Seit April 2024 gelten in Großbritannien verschärfte gesetzliche Anforderungen für smarte Konsumgüter, die Standards für Passwortsicherheit und Softwareaktualisierungen vorschreiben.

Untersuchungen von UK Cyber Defence haben ergeben, dass über 800 Kontrollschnittstellen für Kühlsysteme britischer Einzelhändler über das öffentliche Internet zugänglich sind. Laut dem Sicherheitsexperten Tom Hegel können Angreifer durch die Übernahme dieser Systeme die physische Integrität von Lagerbeständen gefährden, indem sie Standardprozesse wie Enteisungszyklen manipulieren.

Die Sorge erstreckt sich auch auf kritische Infrastrukturen wie Wasser- und Stromversorger. Während große Versorgungsunternehmen meist über moderne Schutzsysteme verfügen, stellt die veraltete Technologie bei kleineren Anbietern ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar. Experten mahnen, dass klare Zuständigkeiten für die Wartung und Sicherheit vernetzter Systeme notwendig sind, um zukünftige Ausfälle zu verhindern.

Originalquelle: bbc.co.uk